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Thierhaupten

21.04.2018

In Thierhaupten sprudeln die Steuereinnahmen

Der alte Teil der Straße im Gewerbegebiet "Gemeindewald" in Thierhaupten soll saniert werden.
Bild: Claus Braun (Archiv)

Der Finanzplan steht. Vor allem die Bauarbeiten werden teuer. Ohne Kreditaufnahme lassen sich daher die vielen Investitionen nicht stemmen.

Wie die Marktgemeinde Thierhaupten in diesem Jahr ihre Finanzen regeln will, war Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung. Kämmerer Thomas Hübler stellte dem Gremium den Haushaltsplan vor. Bereits im Vorfeld hatte die Kämmerei gemeinsam mit dem Haupt- und Finanzausschuss und den drei Bürgermeistern den Plan besprochen. Am Ende waren die fünf Fraktionssprecher mehr als zufrieden mit dem Zahlenwerk.

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Wie in den vorherigen Jahren wird Thierhaupten heuer wieder von höheren Steuereinnahmen profitieren. Sowohl die Gewerbesteuer als auch die Einkommensteuerbeteiligung steigen zusammen um knapp 700000 Euro. Konkret rechnet die Gemeinde im Jahr 2018 mit Einnahmen in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro allein aus der Gewerbe- und Einkommensteuer.

Zwei-Millionen-Marke für die Kreisumlage geknackt

Die positiven Zahlen brächten aber auch mit sich, dass in Zukunft die fälligen Umlagen steigen, betonte Kämmerer Hübler. Denn für die Berechnung der Kreisumlage werden die Einnahmen vor zwei Jahren herangezogen. Und das macht sich bereits heuer bemerkbar, da aufgrund der guten Wirtschaftslage in den vergangenen Jahren die Kreisumlage und die Gewerbeumlage in Folge steigen. So wird 2018 erstmals die Zwei-Millionen-Marke für die Kreisumlage geknackt: Insgesamt 2,2 Millionen Euro muss die Kommune an den Landkreis abgeben.

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Der Gesamthaushalt belaufe sich nach derzeitigen Berechnungen auf rund 14,8 Millionen Euro, sagte Hübler. Neben den Umlagen zählen die Personalkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro und die Kosten für den Unterhalt der gemeindlichen Gebäude mit knapp zwei Millionen Euro zu den größten Ausgaben des Verwaltungshaushaltes.

Kredit in Höhe von knapp 773000 Euro

Um die zahlreichen Projekte in diesem Jahr verwirklichen zu können, muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen. Hilfreich ist dabei, dass auf eine Rücklage in Höhe von 1,8 Millionen Euro zurückgegriffen werden kann. Außerdem würden Erlöse aus Grundstücksverkäufen in Höhe von 1,5 Millionen Euro erwartet, nannte Hübler die Einnahmen des Vermögenshaushaltes. Um jedoch alle geplanten Investitionen zu finanzieren, müsse die Gemeinde einen Kredit in Höhe von knapp 773000 Euro aufnehmen, erklärte Hübler. Bürgermeister Brugger betonte dabei, dass er gerne die Schulden aufnehmen würde, um die anstehenden Projekte wie die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets in Angriff nehmen zu können.

Knapp fünf Millionen Euro will die Gemeinde in diesem Jahr in Sanierungsarbeiten investieren. Dazu zählen unter anderem die Umgestaltung der Ortseingänge „Neukirchener Breite“ und „Gemeindewald“ in Höhe von rund 715000 Euro, der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Thierhaupten und Ötz in Höhe von rund 200000 Euro sowie die Restzahlungen für den Bau der Geh- und Radwegbrücken über den Lech und den Brückenbau über den Lüßgraben in Höhe von knapp 180000 Euro.

400000 Euro für den Kanalausbau

Die Planungs- und Erschließungsarbeiten für neues Bauland will sich die Gemeinde rund 1,3 Millionen Euro kosten lassen. Dabei sind nicht nur die Kosten für das geplante Baugebiet „Kirschenweg“ im Ortsteil Neukirchen, die Erweiterung der „Weidner Breite“ und die Planung für das Baugebiet „Kreuzberg“ in Thierhaupten gedeckt, sondern auch ein möglicher Grundstückserwerb für ein weiteres Gewerbegebiet. Zudem werden rund 400000 Euro für den Kanalausbau in Hölzlarn und rund 90000 Euro für die Friedhofserweiterung in Neukirchen fällig. Aber auch die Umgestaltung des Ortskerns schreibt sich die Kommune in die Agenda: Für die Umgestaltung des Marktplatzes sollen rund 210000 Euro und für die Planungsarbeiten für das Seniorenzentrum rund 150000 Euro fließen.

Der Erweiterungsbau der Kita werde sich auf rund 1,3 Millionen Euro belaufen; davon werden rund 800000 Euro bezuschusst. Auch das Vereinsleben soll unterstützt werden: Allein für die Schaffung einer Kulturtenne sind rund 100000 Euro vorgesehen. Wenn alle erwarteten Einnahmen und Ausgaben eintreffen, werde der Schuldenstand am Ende des Jahres knapp zwei Millionen Euro betragen, sagte Hübler.

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