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Ustersbach

13.02.2018

In Ustersbach wuchert’s wild an vielen Stellen

Die Vorsitzende des örtlichen Gartenbauvereins kritisierte den unkontrollierten Wildwuchs von Büschen und Gestrüpp sowie den starken Moosbefall des Weges auf dem Gelände der Ustersbacher Grundschule.
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Die Vorsitzende des örtlichen Gartenbauvereins kritisierte den unkontrollierten Wildwuchs von Büschen und Gestrüpp sowie den starken Moosbefall des Weges auf dem Gelände der Ustersbacher Grundschule.
Bild: Sabine Spennesberger

Der Gartenbauverein Ustersbach kritisiert Wildwuchs, fordert dringend Abhilfe und hat auch Lösungsvorschläge.

Pflege und Ordnung lassen im Außenbereich des Gebäudes der Grundschule mehr als zu wünschen übrig. Diesen Vorwurf erhob Sabine Spennesberger bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dabei machte sie ihren Ärger „sowohl als Bürgerin als auch als Vorsitzende des Gartenbauvereins Ustersbach/Mödishofen“ Luft. Ihr Vorwurf zielte auf den dort mittlerweile entstandenen Wildwuchs. Im Visier hatte sie eine große Anzahl von Büschen und Gestrüpp. Dieses Grün habe sich im Lauf der Jahre unkontrolliert entfalten können, monierte sie. „Es wuchert wild an vielen Stellen.“

Aber auch eine Reihe von Bäumen missfielen ihr. „Stellenweise erreichen die Zweige bereits die Gebäudewand“, verdeutlichte sie und belegte dies mit einer Fotoserie. Weiter liege im hinteren Pausenhof hohes Laub herum, das nicht eingesammelt und weggebracht worden sei. „Die Blätter stammen nicht erst aus dem letzten Herbst“, stellte sie fachmännisch fest. Auch habe dort das Moos den Weg teilweise schon überwachsen. „Alles verwildert und verkommt, was vor Jahren für viel Geld angelegt wurde. Zudem nehmen durch das Laub die Schädlinge und der Pilzbefall zu.“

Verein will Schäden auf dem Gelände und am Gebäude vermeiden

Spennesbergers Fazit war deutlich: „Der Außenbereich des Schulgebäudes befindet sich in einem pflegerisch sehr unprofessionellen Zustand.“ Gleichzeitig machte sie aufmerksam, dass dieser Wildwuchs bereits Folgen zeigt. „Einzelne Bereiche wie der hintere Pausenhof und die Ostseite der Schule werden von den Kindern nicht mehr genutzt.“ Die fehlende Pflege und Ordnung auf dem Schulgelände sei nicht nur ihre persönliche Meinung, betonte sie.

Der gesamte Vorstand des Gartenbauvereins stehe hinter dieser Feststellung. Ihr und dem Verein, der übrigens die Beete mit den Pflanzen vor der Schule betreut, gehe es ausschließlich um das Wohl der Schulkinder und Gemeinde, aber auch darum, Schäden im Außenbereich und gegebenenfalls am Gebäude abzuwenden.

Spennesberger übte nicht nur Kritik, sie zeigte auch auf, wie das unkontrollierte Grün in den Griff zu bekommen sei. „Wir brauchen einen fachlich kompetenten Bürger, beispielsweise einen rüstigen und von der Gemeinde entgeltlich anzustellenden Senior.“ Dieser solle jeweils im Frühjahr und Herbst den Pflegeplan der Gemeindearbeiter überwachen oder unterstützen. Darüber hinaus forderte der Verein die Bürger auf, sich an Säuberungsaktionen– derzeit an der Schule mit Entfernung des Laubes aus den Sträuchern – zu beteiligen.

Im Frühjahr will die Gemeinde handeln

Bürgermeister Max Stumböck brachte für das Anliegen Verständnis auf. „Die kritisierten Pflegerückstände rund um das Schulgelände sind für mich teilweise nachvollziehbar“, erklärte er auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Grünanlage präsentiere sich jahreszeitlich bedingt in einem wenig attraktiven Zustand. Dies werde sich im kommenden Frühjahr ändern. Dann würden Pflegemaßnahmen turnusgemäß durchgeführt, versprach er. Allerdings seien diese bedingt durch die Vielfalt der vom Bauhof zu leistenden Aufgaben nicht so intensiv, wie es wünschenswert wäre.

Die Idee, dass eine Person den Pflegeplan überwachen solle, griff Stumböck allerdings nicht auf. „Der Bauhof überwache sich in eigener Zuständigkeit oder der Bürgermeister nehme dies vor, stellte er klar.

Zugleich begrüßte er, wenn sich der Gartenbauverein an der Pflege des Schulgrundstücks beteiligen würde oder Bürger dafür gewinnen könne. „Wir freuen uns über ehrenamtliches Engagement, wie es in Ustersbacher Vereinen und Institutionen gelebt wird“, sagte er. Grundsätzlich hätten sich die Anliegen des Gartenbauvereins auch bei einem Gespräch vor Ort zusammen mit dem Bauhof klären lassen, äußerte Stumböck abschießend. Allerdings sei ein solches Anliegen nie an ihn herangetreten worden.

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