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Soziales

06.05.2020

In Verbindung – für Kinder und Senioren

S. Katzenberger

Mit SOS-Wortbrücke hilft Stefanie Katzenberger aus Leitershofen den Generationen

Stefanie Katzenberger ist Mutter von drei schulpflichtigen Kindern, Rechtsanwältin, Dozentin und Business Coach. Sie schätzt das vielseitige Ferienprogramm, das Gemeinden und Kirchen für gewöhnlich anbieten. Im Zuge der Coronakrise kann dieses Jahr ein solches Angebot für Schüler vor Ort nicht angeboten werden. So entstand die Idee, eine Ferienaktion zu starten, die nicht nur für Schüler interessant und spannend ist: die SOS-Wortbrücke – ein Projekt, das Grundschulkinder ansprechen soll, die gerne Geschichten hören, die wiederum von Senioren am Telefon vorgelesen werden.

„Wir sind mit der SOS-Wortbrücke seit Anfang April online. In der ersten Woche hatten wir bereits mehr als 200 Interessierte. Einige ,Lesepaare‘ haben die Aktion nur als Ferienaktion genutzt, andere Paare verabreden sich nach wie vor per Telefon“, erklärt Stefanie Katzenberger, die auf der Suche nach weiteren Lesepaten ist. Die Aktion unterscheidet sich von den vielen anderen Aktionen vor allem dadurch, dass auf beiden Seiten ein aufmerksamer Mensch ist, der Fragen stellt und zuhört, sodass beide miteinander in „Echtzeit“ kommunizieren. Gerade Grundschulkinder profitieren davon, aktiv vorgelesen zu bekommen: Der Wortschatz wird vergrößert, die Fantasie wird angeregt, die Kinder lernen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.

„Die Vorlesepaten wiederum machen sich Gedanken darüber, was Kinder interessiert, wie man Kinder begeistern kann durch Einsatz von spannenden Geschichten und aktiver Stimme“, sagt Stefanie Katzenberger. Sie betont, dass gerade Eltern, die derzeit im Homeoffice arbeiten, dann wissen, dass sich in dieser Zeitspanne ein anderer Erwachsener um das Kind kümmert, ihm eine spannende Geschichte vorliest. „Man kann selbst konzentrierter arbeiten, das Kind sitzt nicht nur einfach vor dem Fernseher, der Spielekonsole oder dem Smartphone/ PC.“ So werde daraus eine äußerst sinnvolle, pädagogisch wertvolle Freizeitbeschäftigung in Zeiten, in denen es keine anderen Angebote geben darf wie beispielsweise im Sport- oder Musikverein, findet die dreifache Mutter. Nachdem ihr der Kinderschutz sehr am Herzen liegt, gibt es auf der Internetseite extra Verhaltenstipps für Eltern und Kinder.

Doch das ist nur die eine Seite der Wortbrücke. Wie die Kinder sind auch die Senioren in Zeiten von Corona oftmals isoliert. „Beide Generationen leiden unter der Kontaktarmut und der Vereinsamung, und sie können ihren gewohnten Aufgaben kaum mehr nachgehen“, erläutert die Initiatorin die Idee ihres Projekts. „Wir möchten eine Brücke zwischen den Senioren und den Schülern bauen, eine aus Worten, um dennoch in Kontakt zu bleiben. Ganz im Sinne von ,SOS = Save Our Souls‘ können Worte sowohl den Seelen und den Gemütern der Senioren als auch den Seelen der Kinder guttun.“ (Foto: Katzenberger)

gibt es im Internet unter www.sos-wortbruecke.com und bei Stefanie Katzenberger, Telefonnummer 0179/6188238, 0821/20833682 oder per E-Mail an st.katzenberger@icloud.com.

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