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Welden

20.05.2020

In Welden sitzt ein neuer Bürgermeister auf dem alten Stuhl

Weldens neuer Bürgermeister Stefan Scheider hat auf dem gleichen Stuhl Platz genommen, auf dem Peter Bergmeir saß.
Bild: Michaela Krämer

Plus In Welden arbeitet sich Stefan Scheider in sein Aufgabengebiet ein. Trotz Sicherheitsabstand und Hygieneregeln – eine Sache lässt er sich nicht nehmen.

Noch hängen keine Bilder an der Wand und auch sonst gibt es wenig Veränderungen im Büro des neuen Bürgermeisters. Dazu war noch keine Zeit, sagt Stefan Scheider. Eine Woche ist vergangen, seitdem Weldens neuer Rathauschef seinen Amtseid geleistet hat.

Nach wie vor steht Scheider morgens mit seinen Kindern auf. Abends verweilt er länger im Büro. Einlesen in die Thematik, Sachstände einholen, das alles erfordert Zeit. „Ich muss mir ein Bild von den Abläufen in der Gemeinde machen und viele Gespräche führen“, sagt er. Das Tagesgeschäft bleibe dadurch noch etwas auf der Strecke. „Zur Zeit sind es Dinge, die momentan schon am Laufen sind, was natürlich die Arbeit erleichtert“, sagt er. Und zum Glück habe er ja noch seine beiden Vorzimmerdamen, die ihn in jeglicher Hinsicht unterstützen. „Sie sind unentbehrlich und wissen natürlich sehr viel mehr als ich.“

Er war selbst lange in der Verwaltung tätig

Von den Mitarbeitern im Rathaus sei ihm viel Freundlichkeit begegnet. Kein Wunder, war er doch selbst lange in der Verwaltung tätig. Und so lässt er es sich nicht nehmen, am Morgen seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu begrüßen.

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Angesichts von Corona ist das öffentliche Leben auch in Welden sehr reduziert. „Ein Vorteil ist dabei, dass abends keine Veranstaltungen stattfinden. Der Nachteil ist, dass runde Geburtstage oder wie zuletzt eine goldene Hochzeit in einem feierlichen Rahmen nicht stattfinden konnten.“ Kaffee und Kuchen gibt es derzeit nicht, aber dennoch überbringt Scheider seine persönlichen Glückwünsche. „Das lasse ich mir trotz Sicherheitsabstand und Hygienevorschriften nicht nehmen.“

Harmoniemusik Welden feiert 25. Jubiläum

Ein weiterer Nachteil ist auch, dass von allen gemeindlichen Einrichtungen ein ständiges Anpassungsverhalten verlangt wird. „Ich versuche, gemeinsam mit den Einrichtungen und Gewerbebetrieben Lösungen zu erarbeiten.“ So brauche die Mittagsbetreuung eine Optimierung und die Musikschule verlange Entscheidungen über Raummöglichkeiten. Örtliche Gewerbetreibende wie beispielsweise das Fitness-Center bräuchten die Zustimmung für das Stattfinden von Kursen. Die Harmoniemusik Welden feiert am 24. Mai ihr 25-jähriges Bestehen und wird am Sonntag um 18 Uhr auf dem Theklaberg ein Jubiläumskonzert veranstalten – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. „Die Musik wird jedoch in ganz Welden zu hören sein“, verspricht Scheider. Eine sehr schöne Sache, findet er.

Auch gegenüber der Gastronomie hat sich Stefan Scheider kulant gezeigt. „Wenn die Hygienevorschriften eingehalten werden, können auch Veranstaltungen im geänderten Rahmen stattfinden.“ Die Gemeinde versuche, den Bürgern so gut wie’s eben geht, zu helfen und entgegenzukommen. „Ich kann deren Sorgen gut verstehen und nehme sie auch ernst.“ Eine Frau an seiner Seite als Dritte Bürgermeisterin war ein Wunsch von ihm. Dass sie aus dem Ortsteil Reutern kommt, freut ihn ganz besonders. Und auch im Gremium gibt es weiterhin Frauenpower. „Ich bin ein großer Fan von Vielfalt“, sagt er.

Ortsentwicklung ist eine der wichtigsten Aufgaben

Über seine nächsten Aufgaben als Marktgemeindechef hat sich der 43-Jährige schon Gedanken gemacht. Zeitnah möchte er Gespräche mit den Gemeinderäten führen und eine Prioritätenliste aufstellen, welche Projekte weiter angeschoben werden können. Neben angefangenen Baustellen wie die Optimierung des Kindergartens und ein neues Baugebiet ist die Ortsentwicklung eine der wichtigsten Aufgaben.

Hat sich auch privat etwas verändert, seit er Bürgermeister ist? Zum Einkaufen braucht er jetzt ein bisschen mehr Zeit als vorher, weil er überall angesprochen wird, erzählt er und lacht.

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