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Westheim

13.05.2020

In Westheim haben orthopädische Schuhe Schick und Charme

In der ehemaligen Apotheke in Westheim sind vor eineinhalb Jahren die beiden Orthopädieschuhmachermeister Alexandra Stuhler und Jörg Aumann eingezogen, die für gesunde wie kranke Menschen zu allen Gelegenheiten den passgenauen Schuh anbieten.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Plus Auf dem Westheimer Kobel werden orthopädische Schuhe nach Maß gefertigt. Mit individuellem Service und moderner Technik.

Die aktuelle Situation hat auch die Inhaber des orthopädischen Schuhgeschäfts am Kobel in Westheim, Alexandra Stuhler und Jörg Aumann, in den vergangenen Wochen veranlasst, nur noch reduziert zu öffnen. Dennoch standen sie stets für ihre Kunden zuverlässig zur Verfügung und fanden für jeden, der dringend Hilfsmittel benötigte oder eine bereits in Auftrag gegebene Abholung tätigen wollte, individuelle Lösungen durch Terminvereinbarungen. „Unsere Kunden kommen nicht aus Vergnügen, wer etwa einen Fersensporn hat, der hat einen Leidensdruck“, weiß Aumann.

Vor allem schätzten aber auch die älteren Kunden diesen Service. Nun wollen die beiden Orthopädieschuhmachermeister wieder nach vorn sehen und für ihre Kunden so, wie sonst üblich, da sein. Allerdings in einem Geschäft, das in allen Punkten den derzeit erforderlichen hygienischen Ansprüchen und Abstandsgeboten genügt.

Seit eineinhalb Jahren sind die Orthopädieschuhmacher in Westheim

Seit eineinhalb Jahren werden in Westheim wieder Schuhe anfertigt. Das „berufliche Ehepaar“ Alexandra Stuhler und Jörg Aumann hatte sich, nachdem es bereits zusammen die Ausbildung bei Hessing zum Orthopädieschuhmachermeister absolviert und insgesamt 25 Jahre erfolgreich dort zusammengearbeitet hatte, in der ehemaligen Apotheke des Neusässer Stadtteils selbstständig gemacht. Schuhe sind Vertrauenssache, finden sie. „Wir sind sehr froh an diesem Standort, von dem aus wir auch unsere Idee, mit unserem Angebot ans Klinikum zu gehen, gut umsetzen können“, erklärt Jörg Aumann. Doch nicht nur Einlagen nach Maß sowie medizinisch-technische Unterstützung rund um den Fuß von Kompressionsbandagen bis zu Arbeitssicherheitsschuhen haben sie im Programm. Sie fertigen in ihrer Manufaktur auch Schuhwerk selbst wie etwa zwiegenähte Haferlschuhe.

Feingefühl und eine präzise Arbeitsweise seien bei ihrer Arbeit das Gebot, finden sie, beim Anmessen wie der Ausführung der Maßarbeit für die individuellen Bedürfnisse der Kunden. Sollen die Maßschuhe auch weitgehend die Gesundheit fördern oder wiederherstellen, so lassen die beiden Spezialisten dabei den persönlichen Geschmack der Kunden niemals außer Acht. Das alles drückt sich in immerhin etwa 120 Paar handgefertigten Schuhen aus, die jährlich in ihrer Werkstatt hergestellt werden.

Einzugsgebiet bis in die Stauden und Donauwörth

Das Einzugsgebiet des Spezialladens in Westheim ist groß und geht weit über die Stadt Neusäß hinaus bis in die Stauden und Richtung Donauwörth. Vielfach sind es Stammkunden, die den beiden Orthopädietechnikern schon lange Jahre ihr Vertrauen schenken. „Es ist hier ähnlich wie beim Zahnarzt“, erklärt Aumann, „wer zufrieden ist, der wechselt nicht“.

Bei der Anfertigung des gewünschten Schuhwerks haben Alexandra Stuhler und Jörg Aumann zwei Seiten zu beachten. Zum einen die individuellen Wünsche ihrer Kunden, zum anderen die Beachtung des vorliegenden fachärztlichen Rezepts. Um das Wunschmodell zu finden, können die Kunden aus einer Vielzahl von Katalogen auswählen. Ein Ziel dabei: Den schlechten Ruf von Maßschuhen in der Vergangenheit, weil sie eben oft unmodern waren, soll vorbei sein. „Waren sie früher nur in Schwarz zu haben, so sind sie inzwischen in allen Farben erhältlich. Manche Kunden bringen sogar eine bestimmte Hose mit, zu deren Farbe die Schuhe passen sollen“, erklärt Aumann.

Etwa vier bis acht Wochen dauert es von der ersten Anprobe bis zur Abholung der Schuhe. Dabei hat auch in diesem Bereich die Digitalisierung Einzug gehalten. Beim Maßnehmen wird der Fuß mit einem 3D-Gerät erfasst, anschließend wird der Leisten am PC modelliert und vom Leistenbauer dann aus Buchenholz gefräst. Dank dieser modernen Methoden ist der lästige Gipsfußabdruck von früher längst passé.

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