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Zusmarshausen

05.12.2020

In Zusmarshausen kostet ein Kampfhund künftig deutlich mehr

Zusmarshausen erhöht die Hundesteuern zum Jahresbeginn. Einige Rassen werden merklich teurer.
Bild: Christin Klose, dpa (Symbolfoto)

Plus Zusmarshausen erhöht die Hundesteuern zum Jahreswechsel - ab 2021 nun auch für Kampfhunde. Als Grund nennt die Gemeinde den hohen Verwaltungsaufwand.

Hundehalter müssen in Zusmarshausen bald tiefer in die Tasche greifen. Der Marktgemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, die Hundesteuern zu erhöhen. Ab Januar sind 75 Euro für den ersten Hund fällig.

Etwa 19.000 Euro nimmt Zusmarshausen im Jahr an Hundesteuern ein. Der Geschäftsleiter der Marktgemeinde, Walter Stöckle, erklärte in der Gemeinderatssitzung, dass mit dem Geld der Aufwand abgedeckt werden soll, den die Kommune allein dadurch hat, dass hier Hunde gehalten werden. Er rechnete vor, dass derzeit 31 Hundetoiletten im Gemeindegebiet von Zusmarshausen aufgestellt seien. Es wurden Spender für Hundekottüten installiert. Die Tüten müssen beschafft und vom Bauhof immer wieder aufgefüllt werden. Außerdem werden die Abfalleimer regelmäßig geleert. Allein das Leeren koste mehr als 22.000 Euro pro Jahr, wie Walter Stöckle sagte. Hinzu kommt der Verwaltungsaufwand, der beispielsweise bei der Ausgabe der Hundemarken entsteht. Auch der Schriftwechsel mit Hundehaltern, die sich nicht an die Regeln halten, kostet Zeit und Geld.

Steuern für Kampfhunde um 250 Euro erhöht

Ohne Gegenstimme hat der Marktgemeinderat deshalb beschlossen, die Hundesteuersätze zum Jahreswechsel anzuheben. Ab Januar 2021 verlangt Zusmarshausen für einen einzelnen Hund 75 Euro. Bislang mussten 50 Euro berappt werden. Hält der Hundefreund noch einen weiteren Hund, kostet dieser nun 80 Euro (bislang 75 Euro), jeder weitere Hund schlägt mit 100 Euro zu Buche. Daran hat sich nichts geändert. Deutlich nach oben gegangen sind allerdings die Steuern für Kampfhunde. Wer mit einem solchen Hund im Haushalt lebt, musste bis jetzt 500 Euro bezahlen. Ab Januar sind 750 Euro fällig. Bei der letzten Erhöhung der Hundesteuern war der Betrag für Kampfhunde unverändert geblieben. Das war 2006.

Wer in Zusmarshausen einen Kampfhund halten möchte, muss ab 2021 250 Euro mehr als in den vergangenen Jahren zahlen.
Bild: Uwe Zucchi, dpa

Beim Durchgehen der Jahresrechnung von 2018 hatte der Rechnungsprüfungsausschuss vorgeschlagen, über eine erneute Anpassung der Hundesteuern zu diskutieren. Die Mustersatzung, nach der bis dahin die Hundesteuern abgerechnet worden waren, stammte aus dem Jahr 1980. Im August hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration eine neue Mustersatzung veröffentlicht, die nun auch in Zusmarshausen angewendet wird. Aktualisiert wurde darin auch Regelungen für Weiler und Einöden und zur Züchtersteuer.

287 Bewohner haben einen Hund

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung haben 287 Bewohner in Zusmarshausen und den zugehörigen Ortsteilen einen Hund, für den sie Steuern bezahlen. 26 von ihnen halten noch einen zweiten Hund. Jeweils zwei Hundehalter haben drei und vier Hunde zu versorgen. Die Halter von 33 Hunden sind von der Hundesteuer befreit oder bekommen sie ermäßigt.

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