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Fischach

09.12.2020

„Integrierte Ländliche Entwicklung“: Die Stauden sind weiter im Aufwind

Ein Dauerbrenner der Regionalentwicklung der Staudengemeinden ist und bleibt die Staudenbahn.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Die Regionalentwicklung rüstet sich für das Jubiläumsjahr. Peter Ziegelmeier und Peter Wachler tauschen dabei im Vorstand ihre Plätze.

Eine Rochade an der Spitze der Regionalentwicklung Stauden (RES) brachte die jüngste Mitgliederversammlung: Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen des Vorstands tauschten der langjährige Vorsitzende, Fischachs Bürgermeister Peter Ziegelmeier, und sein bisheriger Stellvertreter Peter Wachler, der Bürgermeister von Markt Wald im Unterallgäu, die Plätze. Zum weiteren Stellvertreter in den kommenden drei Jahren wurde Jürgen Mögele, der Bürgermeister von Gessertshausen, gewählt.

Im kommenden Jahr steht der RES ein rundes Jubiläum ins Haus: Auf Initiative des damaligen Schwäbischen Bezirkstagspräsidenten Georg Simnacher wurde der interkommunale Zusammenschluss der Staudengemeinden vor 25 Jahren gegründet. Damals noch unter dem Arbeitsbegriff einer „Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung“ traten dem Bündnis bei der Gründungsversammlung 1996 in Mittelneufnach auf Anhieb 15 Städte, Märkte und Gemeinden aus den Landkreisen Augsburg, Unterallgäu und Günzburg bei. Heute sind noch zwölf Kommunen bei der Stange. Mitglieder sind darüber hinaus einige Organisationen sowie engagierte Privatpersonen.

Die Region als eine schlagkräftigen Allianz

An den Zielen der RES, aufgelistet in einem Leitbild ("Die Stauden im Aufwind!“), hat sich seither nichts geändert: Die Region soll zu einer schlagkräftigen Allianz zusammengeschmiedet werden, um fortan ihre wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Stärken auf vielen Aktionsfeldern – vom Nahverkehr bis zum Tourismus und von der Direktvermarktung bis hin zu kulturellen Angeboten – zu bündeln und zu optimieren. Darüber hinaus wollen die Stauden "mit ihren Pfründen wuchern“ und sich so zu einem attraktiven Lebensraum insbesondere für junge Menschen und Familien fortentwickeln. Mit einem Ausbau der Stauden als Wirtschafts-, Kultur-, Naherholungs- und Urlaubsregion sollte und soll der Abwanderung aus dem ländlichen Raum in die Ballungszentren entgegengewirkt werden.

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung im Foyer der Fischacher Staudenlandhalle zogen der scheidende Vorsitzende Peter Ziegelmeier und RES-Geschäftsführerin Claudia Schuster jetzt zunächst Bilanz über das zurückliegende Geschäftsjahr 2019. Die bevorstehende Umbenennung und Umformung der RES in "Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) hat Geschäftsführerin Claudia Schuster in den zurückliegenden Monaten allen beteiligten Gemeinderäten persönlich vorgestellt. Weil sich an den Kernzielen der interkommunalen Allianz mit einem neuen Namen nicht allzu viel ändert, wollen alle zwölf Mitgliedskommunen dem Bündnis auch weiterhin angehören.

Ein Dauerbrenner ist die Reaktivierung der Staudenbahn

Ein Dauerbrenner mit fast wöchentlichen Hiobsbotschaften ist die seit Jahrzehnten geplante und immer wieder verschobene Reaktivierung der Staudenbahn mit einem regelmäßig getakteten S-Bahn-ähnlichen Nahverkehr auf der Schiene zwischen Gessertshausen und Langenneufnach. Ziegelmeier appellierte an die Mitgliedsgemeinden, dem RES-Vorstand auch weiterhin zukunftsweisende Projekte zu melden, die aus der (inzwischen wieder gut gefüllten) Kasse gefördert werden könnten.

Die RES hat ihre Eigenständigkeit behalten (und verteidigt), auch wenn die ihr angehörenden Staudengemeinden im Jahr 2008 in der inzwischen auf fast den gesamten Landkreis ausgedehnten größeren Leader-Förderregion Regionalentwicklung Augsburg Land West (ReAL West) aufgegangen sind. Förderanträge größeren Volumens, die der RES unterbreitet werden, müssen von ReAL West bearbeitet werden.

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