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Welden

16.10.2019

Interview: „Das Camperleben ist der Inbegriff von Freiheit“

Bei ihrer Reise durch Georgien mussten die Krämers oft auf Parkplätzen übernachten. 
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Bei ihrer Reise durch Georgien mussten die Krämers oft auf Parkplätzen übernachten. 
Bild: Michaela Krämer

Mit dem Wohnmobil reisen Michaela Krämer und ihr Mann in den Kaukasus nach Georgien. Was sie dabei erlebt haben, erzählen sie am Freitag beim Vortrag in Welden. 

Andere liegen in Italien am Strand oder machen Urlaub am Pool in Spanien. Sie reisen mit dem Wohnmobil an eher ungewöhnliche Orte. Diesmal Georgien. Woher kommt das?

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Michaela Krämer: Wohin es geht, entscheidet in der Regel mein Mann. Er hat mich auch mit seiner Leidenschaft fürs Wohnmobil angesteckt. Ich lasse mich gerne überraschen. Früher waren wir oft im Orient unterwegs. In Syrien, Jordanien oder im Libanon.

Auch das klingt nicht gerade nach All-inclusive-Urlaub.

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Krämer: Das stimmt. Reisen mit dem Wohnmobil ist aber unglaublich spannend. Für mich ist das Camperleben der Inbegriff von Freiheit. Und man entdeckt vieles, was man im Hotel vielleicht nicht sehen würde. Am beeindruckendsten für mich ist die Gastfreundschaft in diesen Ländern. Für die Menschen dort ist der Gast, der ins Land kommt, ein Geschenk. Wenn ich heute von Anschlägen in Syrien höre, kann ich das kaum fassen. Auf unseren Reisen haben wir sehr viele hilfsbereite und lustige Menschen getroffen.

Sicher auch in Georgien. Können Sie uns von spannenden Begegnungen berichten?

Krämer: Da gab es einige. Einmal waren wir zum Beispiel im Taxi unterwegs. Das konnte man nicht mit einem Taxi bei uns in Deutschland vergleichen. Bis auf die vier Räder war an dem Auto nichts mehr komplett. Auf dem Rücksitz verteilt lag Obst, Gemüse und ein zerlegtes Suppenhuhn. Der Fahrer hat sich ständig zu mir nach hinten gedreht und wollte ratschen. Da dachte ich: Hoffentlich ende ich nicht wie das Suppenhuhn. (Lacht.) Der Straßenverkehr in Georgien ist sowieso ein Kapitel für sich.

Wieso?

Krämer: Die Menschen in Georgien sind freundlich und nett. Aber sobald sie hinterm Steuer sitzen, ist es vorbei mit der orthodoxen Nächstenliebe. Es wird ständig überholt, dabei sind die Straßen marode und die Autos in einem katastrophalen Zustand. Außerdem stehen immer wieder Kühe auf der Straße. Mit dem Wohnmobil war das nicht einfach auf diesen Schlaglochpisten.

Wo haben Sie Ihr Wohnmobil denn abgestellt, gibt es Campingplätze?

Krämer: Nein. So gut wie keine Campingplätze. Geschlafen haben wir vor Kirchen oder Klöster oder auch auf Parkplätzen in der Stadt. Das war aufregend. Angst hatten wir aber keine, Georgien ist ein sehr sicheres Land.

Nun erzählen Sie am morgigen Freitag bei einem Vortrag in Welden ausführlich über Ihre Reise durch Georgien. Was erwartet die Zuschauer?

Krämer: Ich werde allgemein über Land und Leute berichten. Mein Mann geht besonders auf die Kirchen, Klöster und Bauwerke ein. Dazu gibt es eine ganze Menge Bilder und die eine oder andere Urlaubsanekdote.

  • Info Der Vortrag findet am Freitag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr im Franziskushaus der Kolpingsfamilie in Welden statt. Der Eintritt ist frei.
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