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Gershofen

29.01.2019

Interview mit Josef Hader: Im Zweifel für das Kabarett

Der österreichische Kabarettist Josef Hader zeigt in der Stadthalle Gersthofen sein Programm „Hader spielt Hader“. Wir haben mit ihm gesprochen. 

Josef Hader ist auch als Drehbuchschreiber und Filmschauspieler erfolgreich. Was ihm an seiner Arbeit am meisten gefällt und wie lange er weitermachen will.

Seit den 1980er-Jahren ist Josef Hader einer der bekanntesten und populärsten Kabarettisten Österreichs. Er schreibt aber auch Drehbücher und spielt in ausgewählten Filmen mit. Im Jahr 2017 gab er mit „Wilde Maus“ sein Debüt als Filmregisseur. Mit seinem Programm „Hader spielt Hader“ ist er am Mittwoch, 30. Januar, ab 19.30 Uhr in der Stadthalle Gersthofen zu erleben. Wir sprachen mit dem Kabarettisten.

Sie haben das Programm „Hader spielt Hader“ schon als Regenwurm bezeichnet. Warum?

Josef Hader: Ich spiele es schon lang. Es ist eine sich immer wieder verändernde Mischung von alt und neu, von Szenen aus den letzten fünf Programmen sowie neuen Einfällen, die ich hier ausprobieren kann. Da ist auch Raum für Improvisation. Das mache ich gerne zwischen zwei großen abendfüllenden Programmen.

Hader spielt Hader“ ist also eine Art „work in progress“?

Hader: Es ist ein Organismus, der ein bisserl wuchert. Da muss man manchmal auch wieder etwas herausschneiden.

Wie entstehen die „großen“ Programme?

Hader: Es gibt jeweils eine Grundidee, die mich schon einige Zeit fasziniert. Man schreibt dann ins Blaue, stellt auch manchmal fest, dass etwas nicht geht.

Wie reagieren Sie auf eine solche Situation?

Hader: Man muss sitzen bleiben, auch wenn’s nicht läuft, und auch intensiv in der Verzweiflung darüber dranbleiben.

Und trotzdem macht Ihnen das Spaß?

Hader: Es ist faszinierend, dass ich daheim im Kammerl oder draußen im Kaffeehaus sitzen und spintisieren kann und dass ich das dann den Zuschauern präsentieren kann. Beim Schreiben denke ich den Zuschauer und seine voraussichtlichen Reaktionen immer mit.

Was ist spannender, das Schreiben des Programms oder das Spielen auf der Bühne?

Hader: Ich empfinde es als eine große Gnade, dass ich zwei so unterschiedliche Tätigkeiten nebeneinander ausüben kann.

Sie treten ja neben Ihren Kabarettprogrammen immer wieder auch als Filmschauspieler auf.

Hader: Letzteres mache ich eher selten. Wenn, dann bin ich meist am Drehbuch mitbeteiligt. Es dominieren Projekte, die ich künstlerisch mitgestalten kann. Als Schauspieler arbeite ich nur, wenn ich eine Verbindung zu einem Stoff oder einer Rolle habe, etwa bei Stefan Zweig im Film „Vor der Morgenröte“.

Wenn Sie zwischen Kabarett und (Film-)Schauspielerei wählen müssten, wie fiele die Entscheidung aus?

Hader: Dann entschiede ich mich für das Kabarett, denn das hängt mehr mit mir und meinen eigenen Gedanken zusammen. Außerdem sind meine großen Kabarettprogramme eher als durchgehendes Stück angelegt und keine Aneinanderreihung von Nummern. Und den direkten Kontakt mit den Zuschauern will ich nicht aufgeben.

Auch nach all den Jahren in diesem Geschäft?

Hader: Ich will nie in Rente gehen. Da ist Dieter Hildebrandt mein großes Vorbild: Er ist bis ins hohe Alter getingelt und hat auch in kleinen Räumen gespielt, einfach weil’s Spaß macht! Das ist das Tolle, dass ich den Job immer machen kann und im Alter nicht aufhören muss.

Was erwartet die Zuschauer bei Ihrem Auftritt in der Stadthalle Gersthofen?

Hader: Ich werde zwei Stunden lang zu verhindern versuchen, dass die Menschen den Raum verlassen – und meistens gelingt das!

Karten gibt’s für 32,55/28,45/24,25 Euro an der Theaterkasse der Stadthalle im Ballonmuseum, Bahnhofstraße 12, sowie bei unseren Servicepartnern Der Buchladen (Gersthofen) und Modellbau Koch (Stadtbergen).

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