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22.11.2019

Japanische Kleinode für den guten Zweck

Die farbenprächtigen Aquarellbilder von Kayoko Kusumi, die derzeit im Cafe Ertl in Steppach zu sehen sind, versprühen fröhliche Verspieltheit und innere Ruhe gleichermaßen.
Foto: Thomas Hack

Bemerkenswerte Ausstellung im Café Ertl in Steppach

Wer derzeit dem Steppacher Café Ertl einen Besuch abstattet, kann sich auf eine kunstvolle Reise ins Land der aufgehenden Sonne begeben: farbenprächtige Koi-Fische sind hier zu sehen, mystische Tempelszenen, atemberaubende Naturlandschaften aus fernen Gefilden. Und immer wieder das frühlingshafte Motiv der Kirschblüte, die auf den Bildern an den Wänden in exotischer Anmut erstrahlt.

Geschaffen haben diese einnehmenden Werke die Scherenschnittkünstlerin Maki Toda und die Aquarellmalerin Kayoko Kusumi, die abwechselnd in Japan und in Deutschland lebt. Organisiert und begleitet wird die Ausstellung von der Kunstschaffenden Gabriella Graf, die schon früh das Talent der Japanerinnen entdeckt hat und sich mit ungebremster Energie für den Verkauf der Bilder sowie der daraus entstandenen Karten und Ganzjahreskalender engagiert. Dies nicht ohne guten Grund: Der Erlös kommt auf Wunsch der Künstlerinnen dem neuen Elefantenhaus im Augsburger Zoo zugute.

Und schon jetzt kann die kleine Künstlergemeinschaft einen ansehnlichen Erfolg für ihre Mission verbuchen: „Bereits am Eröffnungstag der Ausstellung hatten wir volles Haus, fünf Bilder verkauft und 1000 Euro Erlös erzielt“, berichtet Gabriella Graf. Und ein Kunstliebhaber, der sich entscheidet, eines der farbenfrohen Kleinode zu erwerben, kann jede Menge außergewöhnlicher Dinge in den jeweiligen Sujets entdecken. „Ich möchte jeden Moment mein Bestes geben“, lässt Maki Toda zu ihren detailverliebten und fein ziselierten Scherenschnitten über japanisches Aquarellpapier verlauten, welche den Betrachter in spannend interpretierte Szenarien aus dem japanischen Alltagsleben entführen.

Nicht weniger hypnotisierend präsentieren sich die Aquarellgemälde der Modedesign-Preisträgerin Kayoko Kusumi, welche durch eine ungewöhnliche Melange von Motivgestaltung und Leuchtkraft ihre eigene Faszination entfalten. So erinnern die bunten Japanfische oder die Silhouette eines majestätischen Bergmassivs an verspielte Vorboten des fernöstlichen Frühlings, strahlen jedoch gleichermaßen eine innere Ruhe aus, die fast schon meditativen Charakter hat. „Ich möchte frei wie der Wind sein“, sagt die Künstlerin. „Der Wind ist warm, zart und rein, aber manchmal stark und heftig.“ Und diesen japanischen Wind mit seinem ganz besonderen Duft hat Kayoko Kusumi überzeugend an den Betrachter weitergereicht. (hath)

ist noch bis zum 31. Dezember im Café Ertl zu sehen.

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