Konzert

29.03.2017

Jazz pur

Die Jazzware Company vereinte in ihrem Blues-Night-Konzert im Bürgersaal Stadtbergen Frühes und Spätes aus dem Blues-Genre.
Bild: Michael Hochgemuth

In Stadtbergen stand der Abend ganz im Zeichen des Blues

Zurück zu den Wurzeln des Jazz, nämlich zum Blues kehrte das Augsburger Jazz-Urgestein „Jazzware Company“ im Bürgersaal Stadtbergen. In ihrer „Blues Night“, die in der Abenddämmerung begann und nach zweieinhalb Stunden unter sternklarer Nacht endete, vereinte die Band Frühes bis Spätes aus dem Blues-Genre unter einem Titel.

In 17 Nummern und mit vokaler Bereicherung brachten die sechs Herren – darunter der junge Jazztrompeter Roland Fladerer als Einspringer – mit großer Lässigkeit, stilechten Arrangements und plastischem Offbeat-Groove das Feeling und den Style des Blues dem Publikum nahe. Im richtigen Rampenlicht leuchtete der Kontrabass, versiert gespielt von Robert Schönfelder, schön bluesig blau. Jürgen Zimmer an der Posaune war zusammen mit Fladerer eine starke Bläserriege, punktete in Duke Ellingtons „C-Jam Blues“ mit perfekten Parallel-Klängen. Franz Becke sorgte an Klarinette und Saxofonen für den stilechten Sound.

Zweiter musikalischer Leiter Robert Schön an Piano und Banjo war auch für die wirkungsvollen Arrangements zuständig und brachte genau den richtigen Ton in seine Begleitung und Soli.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Zentrum des musikalischen Geschehens aber war Drummer Jazzy James, der mit trockenhartem Schlag und überbordender, mitreißender Spiellust den lebenspenden Rhythmus gab, außerdem verblüffend „Armstrongisch“ sang – so in „Basin Street Blues“, in „Unchain my Heart“, und der im Traditional „Careless Love“ originalgetreu am Waschbrett groovte. In dieser Nummer war der Blues dem Spiritual am nächsten.

In „Unchain my Heart“ oder in Herbie Hancocks „Watermelone Man“ dagegen zeigte der Blues schon „funky“ Züge. Cool klang wiederum der Song „Fever“, buchstäblich „den Blues“ hatte andererseits der „St. James Infirmary Blues“, der von einem Folksong her stammt und aus auffallend „unjazzigen“ Harmonien bestand.

Über die Entstehung der Blues-Nummern gab es viel zu erzählen und so waren die Informationen des Moderatoren Bernhard „Börni“ Schulz an diesem Abend goldrichtig.

Ab dem letzten Drittel des Abends ging noch einmal die Sonne auf: Sängerin Mom Bee brachte Stimm-Glamour auf die Bühne. Mit souliger Tiefe, selbstverständlichem Jazz-Feeling, Charisma und Musizierfreude, mit Standards wie „St. Louis Blues“, „Fever“ oder „Georgia on My Mind“ begeisterte Mom Bee Hörer und Band.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20einbrecher_aa-w_AdobeStock_133211673(1).tif
Region Augsburg

Fuhren Einbrecher mit dem Taxi zum Tatort?

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen