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Dinkelscherben

17.01.2019

Jetzt gibt es erste Ideen für das Seniorenheim

Nach dem Beschluss des Landgerichts, dass das Seniorenheim in Dinkelscherben geschlossen werden darf, meldet sich Ulrich Hörwick zu Wort.
Bild: Marcus Merk

Der Stiftungschef hat Pläne, was aus dem Haus in Dinkelscherben werden soll und setzt klare Prioritäten.

Nach dem Beschluss des Landgerichts, dass das Seniorenheim in Dinkelscherben geschlossen werden darf, meldet sich Ulrich Hörwick zu Wort. Der Vorsitzende der Hospitalstiftung erklärte, dass nun die Zukunft der Bewohner und die Entwicklung der künftigen Gebäudenutzung höchste Priorität haben. Außerdem verwehrte sich Hörwick gegen den immer wieder erhobenen Vorwurf der „Unchristlichkeit und Unsozialität“.

Hintergrund: Das jahrhundertealte Seniorenheim in Dinkelscherben soll geschlossen werden. Diesen Schritt hat der Verwaltungsausschuss der Hospitalstiftung beschlossen. Bürgermeister Edgar Kalb hatte gegen den Beschluss zum Heim-Aus vor dem Landgericht eine einstweilige Verfügung beantragt, doch diese wurde am Dienstag abgelehnt. Das heißt: Das Heim kann wie vom Betreiber geplant Ende Juni geschlossen werden.

Stiftungsvorsitzender Hörwick erklärte in einer Pressemitteilung, dass man nach diesem Richterspruch nun nach vorne blicken wolle. Er sagte: „Die unmittelbare Zukunft sind nun die Bewohner und Mitarbeiter. Beide bekommen unsere Begleitung und volle Unterstützung bei Umzug und Einarbeitung in neue Häuser.“ Ihm liege es am Herzen, neue Konzepte für das denkmalgeschützte Gebäude wie auch für das gesamte Gelände zu entwickeln. Laut Hörwick sollen Dinkelscherben, der Einzelhandel, die Ärzte wie auch die Gemeinde davon profitieren können. „Eine Wohnbebauung für Familien oder einkommensschwache ältere Menschen, ein Ärztezentrum, eine Kindertageseinrichtung, heilpädagogische Angebote und Beratungsstellen – all das wäre im Sinn des Stifterwillens“, wie Hörwick betont.

Doch das Aktionsbündnis gegen die Schließung will trotz des Richterspruches weiter für den Erhalt des Seniorenheims kämpfen. Gestern Abend fand ein weiteres Treffen statt. Dabei ging es um weitere mögliche Aktionen wie etwa einen Protestmarsch in Augsburg zum Bischof, zur Regierung von Schwaben und dem Landratsamt.

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