1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Jetzt hat Paul Metz zwei Herausforderer

Stadtbergen

23.02.2017

Jetzt hat Paul Metz zwei Herausforderer

Copy%20of%20MMA_06330(2).tif
3 Bilder
Der amtierende Bürgermeister Paul Metz: Er bekommt zwei Herausforderer.
Bild: Marcus Merk

In Stadtbergen schicken auch die Grünen einen eigenen Kandidaten ins Rennen. Warum ein intensiver Wahlkampf bevorsteht.

Der Herbst wird spannend, politisch gesehen. Während es in Berlin um die Zusammensetzung des Bundestags und den künftigen Kanzler geht, wird in Stadtbergen über einen Bürgermeister abgestimmt. Die Wahl verspricht Brisanz: Vor sechs Jahren gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, am Ende hatte Paul Metz (CSU) knapp die Nase vorn. Jetzt bekommt er zwei Herausforderer.

Neben der SPD schicken auch die Grünen einen Kandidaten ins Rennen. Peter Rauscher soll Anfang März nominiert werden. Der gebürtige Augsburger und Hobby-Imker, der als Rettungsassistent arbeitet und in Stadtbergen aufgewachsen ist, kennt das politische Geschäft. Seit September ist der 31-Jährige Vorsitzender der Augsburger Grünen.

Für die Stadtberger SPD steigt Matti Müller in den Ring. Der 49-jährige Vater zweier Kinder ist im Landkreis Augsburg bekannt: In Aystetten aufgewachsen, trat er im Landkreis bereits in Diedorf (2002) und in Meitingen (2008) an, um Rathauschef zu werden. Dort scheiterte er am heutigen Amtsinhaber Michael Higl in der Stichwahl. Kurz darauf klappte es dann aber in Oettingen. In der 5000 Einwohner großen Stadt im Nördlinger Ries leitete er bis vor zwei Jahren die Amtsgeschäfte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Paul Metz ist gespannt auf die beiden Herausforderer. Dass der Ton rauer wird, hat er schon zu spüren bekommen: In der Haushaltsrede vor zwei Wochen kritisierte die Stadtberger Grünen-Fraktionschefin Stephanie Benz städtischen Ausgaben.

Beispielsweise habe es eine unerlaubte Rodung am Kindergarten im Reiterweg gegeben. Dadurch sei eine Wiederaufforstung nötig geworden. Auch das Geld für Blauglockenbäume hätte gespart werden können. Sie waren als nachwachsende Rohstoffe zur Energiegewinnung in der Nähe des Bauhofs gepflanzt worden. Der Großteil sei aber erfroren. Benz: „Wir wollen grüne Themen besser vertreten wissen. Und das geht mit einem eigenen Kandidaten besser.“ Die gleichen Ambitionen hatten die Grünen schon vor sechs Jahren.

Damals bewarb sich Johannes Münch um das Amt. Er schaffte es allerdings nicht, dafür kamen Paul Metz und der damalige SPD-Kandidat Herbert Woerlein in die Stichwahl. Beide Kandidaten erhielten im ersten Wahlgang fast gleich viel Stimmen. Metz kam auf 44,61 Prozent, Woerlein auf 44,44. Insgesamt gaben damals 6506 Stadtberger ihre Stimme ab, was einer einer Wahlbeteiligung von 57,41 Prozent entsprach. In der Stichwahl siegte Metz mit 160 Stimmen Vorsprung – auch dank der Wahlempfehlung der Grünen. Ob die im Fall eines neuen Kopf-an-Kopf-Rennens wieder ausgesprochen wird? Und vor allem: Für wen? Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Stephanie Benz: „Wir werden abwarten, wie sich die politische Situation darstellt.“

Dass sie sich in den vergangenen Jahren verändert hat, wurde besonders beim Bürgerentscheid 2016 deutlich. Mitglieder von SPD, Grünen und Bund Naturschutz hatten sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen und Stimmen gegen ein Gewerbegebiet an der B 300 gesammelt. Die CSU mit Paul Metz hatte damals für neue Gewerbeflächen geworben – zusammen mit den Freien Wählen und Pro Stadtbergen. Ob der Verein noch einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schickt, war bis gestern Abend nicht klar. Auch von den Freien Wählern und vom FDP-Ortsverband Neusäß-Stadtbergen, dessen Vorsitz gestern zusammengekommen war, gab es noch kein Signal.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
MMA_0520.jpg
Neusäß

Gibt es 70 neue Wohnungen mitten in Westheim?

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser Morgen-Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen