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15.01.2015

Jetzt sind die Ideen der Bürger gefragt

Franz Wengenmayr (rechts) und Matthias Fay (zweiter von rechts) sahen sich bestätigt: die Langenreichener Bürger haben Ideen und sind mit Spaß dabei beim Projekt Dorferneuerung.
Bild: Sonja Diller

Großes Interesse an der Dorferneuerung für den Meitinger Ortsteil. Erste Vorschläge für Projekte gibt es schon

Bei der Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung in Langenreichen zeigte sich, dass die Bürger keine Angst vor Veränderung, sondern im Gegenteil riesiges Interesse an einer Aufwertung ihres Ortes haben. Der Saal im Schützenheim war bis auf den letzten Platz gefüllt und viele Ideen waren bereits im Vorfeld diskutiert worden.

Schon 2005 hatte der Markt Meitingen den Antrag für die Dorferneuerung Langenreichen an das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) in Krumbach gestellt. Eine Eröffnung des Verfahrens war aber wegen der Überlastung des Amts immer noch nicht in Sicht, erklärte Bürgermeister Michael Higl den Zeitrahmen.

Mit dem relativ neuen Verfahren, der so genannten „einfachen Dorferneuerung“, kommt nun Schwung in das Projekt, wie Bernhard Atzkern vom ALE der Versammlung erklärte. Bei dieser Verfahrensweise liegt die Trägerschaft für Bauprojekte in den Händen der Gemeinde. Dadurch ist das Verfahren für das von Personalproblemen geplagte Amt weniger aufwendig und somit beträchtlich schneller umsetzbar. Mit Hilfe des für Meitingen schon häufig tätigen Planers Walter Herb, der der Versammlung den Verfahrensablauf aus seiner Sicht vorstellte, könnten schon bald erste Maßnahmen umgesetzt werden. Rund die Hälfte des für förderungsfähige Projekte ausgegebenen Geldes kann sich der Markt Meitingen nach Abschluss der Arbeiten wieder vom Amt abholen.

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Mit einem offenen, schön gestalteten und zum Verweilen und für Feste geeigneten zentralen Platz zwischen Feuerwehrhaus und Schützenheim möchten die Bürger von Langenreichen dem Dorfleben auf die Sprünge helfen. Ein „Kirchenpfad“, also eine fußläufige Verbindung zwischen den Kirchen und dem Friedhof als verbindendes Element und als sicherer Weg für Kirchenzüge ist eine weitere Idee. Mit diesen Baumaßnahmen wolle man dem Dorfleben abseits der Staatsstraße, wie der Langenreichener Matthias Fay es beschreibt, neue Akzente geben. Ein Zugang zum Wasser des Viehweidbachs steht ebenfalls auf der Wunschliste der Bürger.

Gemeinsam mit Franz Wengenmayr hatte Fay im vergangenen Jahr bei einer Besichtigung verschiedener Dorferneuerungsprojekte des Amtes für Ländliche Entwicklung den Entschluss gefasst, sich für das Projekt im eigenen Ort noch stärken zu engagieren. „Es hat zwischenzeitlich Gespräche mit den Vereinsvorsitzenden und vielen Bürgern gegeben und eine ganze Reihe von Ideen wurden dabei entwickelt“, ist Fay von der Begeisterung seiner Mitbürger überzeugt.

Und die ist auch nötig, denn die Projektförderung und der Geldsegen vom ALE hängt in hohem Maße von der Bürgerbeteiligung ab. Nur die von den Bürgern selbst in Arbeitskreisen definierten Ideen kommen auf den Prüfstand der Förderfähigkeit. Zuschüsse werden für Maßnahmen in den Kategorien Natur, Straßen, Plätze und Gebäude vergeben, wobei auch private Vorhaben gefördert werden können.

Nach einem Punktesystem bewerteten die Anwesenden bereits im Raum stehende Projekte, konnten aber auch ganz neue Ideen einbringen. Das Planungsbüro wird die Ergebnisse zusammenfassen und die weiteren Schritte vorbereiten. Wie die Arbeit in den Arbeitskreisen funktioniert, lernen alle Interessierten bei einem Grundlagenseminar am 2. Mai in der Schule für Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten. „Wir sind in diesem Prozess die Unterstützer, nicht die Macher“, unterstrich Planer Walter Herb die Bedeutung der Mitwirkung aller Bürger.

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