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24.03.2009

Jetzt sorgen Blumenkübel für Diskussionen

Friedberg Sie sorgen für reichlich Gesprächsstoff - die beiden hölzernen Pflanzkübel, die der Aktiv-Ring vergangene Woche probeweise in der Friedberger Ludwigstraße aufgestellt hat. Am Donnerstag entscheidet der Bauausschuss des Stadtrats, ob der gesamte Straßenzug mit neuen Trögen ausgestattet wird. Geschäftsleute und Einwohner sind allerdings geteilter Meinung.

Walter Gastl, Inhaber von Elektro Löw, findet die Idee gut, vor den Geschäften einheitliche Blumentröge aufzustellen. Er hält vor allem die Plakatständer für sinnvoll, die jedes Geschäft auf Wunsch mit eigener Werbung bestücken könne. "Wir haben zwar schon Pflanzkübel, aber wenn das wirklich einheitlich gemacht wird, werden wir uns auch anschließen", sagt der Geschäftsmann. Auch optisch gefielen ihm die Prototypen aus Holz sehr gut.

Da ist Michael Reiter, Filialleiter der Metzgerei Vinzenzmurr, anderer Meinung. "Die Holzkübel sind nicht ganz altstadtgerecht", findet er. Vor allem seien sie überteuert. Die Anschaffungskosten sollen die Ladeninhaber, der Aktiv-Ring und die Stadt gemeinsam tragen. Auch die Plakatständer hält Reiter für unnötig: "Die Geschäfte können doch einfach ihre eigenen Reiter aufstellen, so wie sie das jetzt auch machen." Ohnehin geht er nicht davon aus, dass sich seine Firma an dem Projekt beteiligen wird. Zu groß sei der Ärger über die weggefallenen Parkmöglichkeiten.

Tatsächlich hofft die Stadt, dass die Pflanzenkübel Autofahrer in der Ludwigstraße am Falschparken hindern werden. Ob dies gelingen kann, da sind sich die Friedberger unsicher. "Das hilft bestimmt was", glaubt Horst Fiebig. Doch seine Frau Elfriede entgegnet: "Ach was, die Leute fahren die Kübel doch einfach um." Beide sind der Meinung, dass Vandalismus auch weiterhin ein großes Problem sein wird. Bunte Blumen seien zwar schöner als Beton, man könne aber darauf warten, dass die Kübel wieder zerstört würden.

Darüber hat auch Rudolf Weiß schon nachgedacht, doch er ist etwas optimistischer: "Vielleicht sind die Modelle aus Holz ja robuster und gehen nicht so schnell kaputt?" Letztendlich spielt für viele Friedberger auch die Optik eine wichtige Rolle: "So irrsinnig gut schauen die ja nicht aus", urteilt Elfriede Weiß. "Die alten, runden Blumenkübel gefallen mir schon besser. Die passen einfach eher hierher." Allerdings ist auch die Stadt nicht ganz glücklich mit den Prototypen. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Schober arbeitet sie noch an einer filigranieren Lösung.

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