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Zusmarshausen

25.08.2020

Jürgen Seipt-Wunderwald ist Zusmarshausens neuer Realschul-Rektor

in halbes Berufsleben ist Jürgen Seipt-Wunderwald schon Lehrer. Nun hat sich ein weiteres Kapitel geöffnet: Seit 1. August ist er neuer Schulleiter der Realschule in Zusmarshausen.
Bild: Andreas Lode

Plus An der Realschule in Zusmarshausen hat ab diesem Schuljahr ein Neuer das Sagen. Warum Jürgen Seipt-Wunderwald trotzdem keinen Alleingang plant und wie er mit Stress umgeht.

Ein halbes Berufsleben ist Jürgen Seipt-Wunderwald schon Lehrer. Nun hat sich ein weiteres Kapitel geöffnet: Seit 1. August ist er neuer Schulleiter der Realschule in Zusmarshausen. Was hat er in der neuen Rolle vor?

Ein entscheidender Punkt ist die Digitalisierung. Die möchte Seipt-Wunderwald besonders voranbringen. „Wie bedeutend das ist, sieht man seit Beginn der Pandemie“, begründet der Deutsch- und Geschichtslehrer. Als im März die Schulen geschlossen wurden, musste für den Unterricht umgehend ein Ersatz auf die Beine gestellt werden. Seine Schule musste den Betrieb schon ein paar Tage früher einstellen, da es an der benachbarten Grund- und Mittelschule einen Covid-19-Fall gab.

Neuer Leiter der Zusmarshauser Realschule: "Alleingänge wird es nicht geben"

Außerdem treibt ihn noch ein weiteres Ziel an: „Mir ist es wichtig, dass die Jugendlichen zu mündigen Bürgern erzogen werden. Dass sie wissen, was in der Welt passiert und nicht in einer Blase verschwinden.“ Jede Entscheidung will er aber nicht selbst treffen: „Wir arbeiten sehr gut zusammen in der Schulleitung. Alleingänge wird es von mir nicht geben.“

Aufgewachsen in Diedorf, begann Seipt-Wunderwalds Lehrerlaufbahn 1997 mit dem Referendariat in Augsburg. Über Thannhausen und Krumbach landete er nach zehn Jahren wieder in der Fuggerstadt. Dort blieb er dann sieben Jahre an der Bertolt-Brecht-Schule. Hauptsächlich kümmerte er sich aber als Seminarleiter um die dortigen Referendare.

Seit 2014 war er Konrektor an der Zusmarshauser Realschule

Eine Anstellung in Zusmarshausen hatte der Kutzenhausener Seipt-Wunderwald aber schon lange im Kopf: „Das war seit der Gründung im Jahr 2002 meine Wunschschule. Zum einen ist es die naheste Realschule meines Wohnortes, zum anderen ist das Gebäude architektonisch einfach toll.“ 2014 war es dann so weit: Als zweiter Konrektor stieg er in Zusmarshausen ein. Mit der Zeit habe er auch das „super Kollegium“ zu schätzen gelernt.

Der direkte Kontakt mit den Schülern sei schon seit der zweiten Anstellung in Augsburg weniger geworden, in der Chefposition ändert sich das nicht. Gerade deshalb sagt Seipt-Wunderwald: „Man schätzt das Unterrichten wieder mehr. Dazu merkt man, warum man den Beruf des Lehrers ursprünglich ergriffen hat.“

Schulstart in Zeiten vor Corona: Herausforderung für die Realschule Zusmarshausen

Seit Wiederbeginn des Präsenzunterrichts Ende April musste auch ein Hygienekonzept erarbeitet werden. Den Rahmen dafür gab das Kultusministerium vor, umsetzen musste es jede Schule selbst. Die Jugendlichen hätten sich aber alle hervorragend an die Regeln gehalten. Die sind mittlerweile obligatorisch: Außerhalb des Klassenzimmers Maske tragen und Abstand halten. Nach derzeitigem Stand gelten die Hygienevorschriften auch weiter ab dem 8. September, wenn die Schule wieder öffnet.

Seipt-Wunderwald betont: „Die Energiereserven waren nach der Umstellung auf digitale Beschulung aufgebraucht, es war ein Kraftakt. Aber wenn es sein muss, könnten wir vom ersten Schultag an wieder auf Distanzunterricht umstellen.“

Buergerrecherche

Um beim Schulstart nicht mit leerer Batterie vor den Schülern zu stehen, tankte Seipt-Wunderwald vor seinem Dienstantritt noch etwas Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. Mit seiner Frau ging es in den flächenmäßig größten Landkreis Deutschlands, die Mecklenburgische Seenplatte. Seine drei Kinder seien zwar allesamt schon erwachsen, schauten aber dennoch getrennt voneinander im Urlaub vorbei.

Mit dem Rennrad kommt Seipt-Wunderwald an seinen Arbeitsplatz in Zusmarshausen

Seine liebste Beschäftigung hat er mit in den Urlaub genommen: das Rennrad. „Ich mag es sehr, damit die Berge hinauf zu fahren. Das Rennradfahren begeistert mich“, erklärt Seipt-Wunderwald sein größtes Hobby. Wenn er nicht gerade durch die Landschaft fährt, liest er Romane. „Das ist als Deutschlehrer ja logisch“, stellt Seipt-Wunderwald mit einem Lachen klar. Aktuell lese er Stern 111 von Lutz Seiler.

Das Rennrad begleitet ihn bis zu seinem Arbeitsplatz. Denn wenn der einbrechende Winter nicht gerade für glatte Straßen sorgt, fährt Seipt-Wunderwald auch mit dem Rad zur Schule. Für ihn ein probates Mittel zum Stressabbau: „Das ist super, vor allem auf dem Weg nach Hause. Dann hat man gleich wieder den Kopf frei.“

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