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Neusäß

13.08.2018

Jugend macht Luftsprünge in Cusset

Ausflug mit Aussicht: Fünf Jugendliche aus Neusäß waren im Rahmen des Austauschprogramms in der französischen Partnerstadt Cusset. Die Schüler verstanden sich bestens, wie man sieht.
Bild: Partnerverein

Fünf Neusässer Jugendliche verbringen eine Woche in der französischen Partnerstadt. Auch wenn es mit der Sprache noch hapert, kommen die Schüler gut zurecht

In fremde Länder reisen, Menschen mit anderen Kulturen treffen, sich mit ihnen austauschen und eine gewisse Zeit mit ihnen leben, mit eigenen Augen sehen und spüren, wie sich das Leben woanders anfühlt, aktuelle Themen erörtern, die beide Länder betreffen, aber auch gemeinsam einfach nur Spaß haben, das sind die Kriterien eines Jugendaustauschs.

Auch in diesem Jahr machten sich wieder fünf Neusässer Jugendliche auf, um im Rahmen des Austauschprogramms des Partnerschaftsvereins Neusäß-Cusset, neue Erfahrungen zu machen. Jonas Singheiser, Lea Brugger, Justin Beul, Darius Hagmann-Smith und Julia Mayr besuchten ihre Partner in Frankreich bereits zum zweiten beziehungsweise dritten Mal, während Darius Hagmann-Smith zum ersten Mal an dem Austausch teilnahm. Jonas hatte sich ganz mutig erneut ohne wesentliche Französischkenntnisse nach Cusset gewagt. Reiste er im vergangenen Jahr noch mutig völlig ohne Sprachkenntnisse nach Frankreich, um in einer französischen Familie zu leben, so hatte er in diesem Jahr wenigstens die wichtigsten Redewendungen von Schulkameradin Lea gelernt.

Diesmal hatte er zudem Unterstützung von Darius, der in der gleichen Familie gewohnt und ihm immer sprachlich ausgeholfen habe, zudem sprach auch die Mutter der Gastfamilie deutsch, somit hatte er keine Probleme. Wenn es auch mit der Sprache noch haperte, so hat er sich äußerlich schon ganz an das Savoir-vivre dort angepasst, mit flotter Mütze könnte er durchaus als Franzose durchgehen.

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Schon fast wie ein weiteres Kind der Familie konnte sich Lea fühlen, die zum dritten Mal dort war. Sie spricht, erzählt sie von ihrer Austauschfamilie, bereits ohne es zu merken mit „bei mir daheim“. „Einziges Problem ist hier, dass die Familie ziemlich abgelegen auf dem Land wohnt. Somit ist aber der Kontakt zu den Familienmitgliedern umso intensiver“, erklärt sie.

Deutschland und Frankreich sind zwar zwei verschiedene Länder, die Kultur ist aber doch sehr ähnlich, hat sie erlebt. Die Jugend lernt bei einem solchen Austausch voneinander und entdeckt dabei soziale und kulturelle Gemeinsamkeiten, die nicht zuletzt das Bewusstsein für eine europäische Bürgerschaft stärken.

Jonas erklärt, dass die Austauschpartner inzwischen gute Freunde geworden sind. Es sei ja schließlich auch Ziel des Austauschs, Frankreich und Deutschland aufs Beste zu verknüpfen. Hier pflichtet ihm Jonas bei. Vorurteile, falls vorhanden gewesen, wurden sofort abgestellt.

Schnell wurde – gerade beim gemeinsamen Essen – aus zwei Gruppen eine große vermischte Gruppe. „Sonst kommt man nicht zusammen und damit ist schließlich auch ein gemeinsamer europäischer Gedanke möglich.“

Darius wurde für den Austausch von seinen Freunden animiert. Eigentlich ist er der klassische Europäer der Gruppe. Bis vor einem Jahr lebte er mit seiner Familie in England und spricht mehrere europäische Sprachen. In Frankreich hat es ihm sehr gut gefallen. „Die Städte sind alle unterschiedlich und ländlicher als in Deutschland“, findet er es sehr interessant, zu sehen, wie sich andere Städte in Europa entwickeln.

Eines haben aber alle erlebt: Die Menschen sind überall offen und herzlich auf sie zugegangen und haben beispielsweise bei Museumsbesuchen sich Zeit genommen und nachgefragt, ob die jungen Deutschen auch alles verstanden hätten. „Wir haben an einer Stelle etwas tatsächlich total missverstanden“, freut sich Lea noch heute über die letztendliche Aufklärung, obwohl es ja das Ziel des Besuchs ist, die Einheimischen in der normalen Sprechgeschwindigkeit zu verstehen.

Natürlich absolvierten die Fünf über ihre Erfahrungen in den Familien hinaus ein umfangreiches Programm mit Besuch der mittelalterlichen Stadt Cusset, hatten Spaß beim Wildwasser-Rafting in Vichy und auch ein gemeinsames Zelten unter dem Sternenhimmel sowie ein wunderschöner Sonnenuntergang in Le Vernet bleiben noch lange in Erinnerung. Eines ist allen jedoch klar: Im nächsten Jahr sind wieder alle dabei.

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