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Kirchenjubiläum

11.10.2017

Junge Künstler verzaubern mit Mozart und Mahler

Besonderes Konzert in der Kirche Herz Mariä Diedorf: Es spielte das Schwäbische Jugendsinfonieorchester.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Das Schwäbische Jugendsinfonieorchester beeindruckt mit seinem Können die Zuhörer in Diedorf

Mit dem 50. Jahrestag der Kirchweihe der Herz-Mariä-Kirche und den 13. Kulturtagen in Diedorf fielen zwei bedeutende Ereignisse zusammen, die mit Unterstützung der Marktgemeinde mit einem großartigen Konzert des Schwäbischen Jugendsinfoniekonzerts in der Kirche gefeiert wurden.

Der moderne Kirchenbau war nach Plänen des Architekten Josef Ruf erbaut worden und am 8. Oktober 1967 von Bischof Josef Stimpfle eingeweiht worden. Der fast runde Grundriss der Kirche ist dem menschlichen Herzen nachempfunden. Pfarrer Hans Fischer freute sich deshalb ganz besonders, diesen Festtag zusammen mit zahlreichen Liebhabern sinfonischer Konzerte festlich begehen zu können. Trotz äußerst unwirtlichen Herbstwetters und somit in Erwartung ungemütlicher Temperaturen in der Kirche waren die Konzertbesucher gekommen – teils hatten sie sich dick in Wolldecken gehüllt –, um sich Musikgenuss nicht entgehen zu lassen.

„Unser Altarraum ist nicht nur für die Feier der Liturgie geeignet, sondern auch absolut für ein Orchester“, freute sich Pfarrer Fischer über 80 erstklassige junge Musiker in seiner Kirche. Unter der Leitung von Dirigent Christian Dürr, der das Orchester einfühlsam führte, begeisterten sie zur blauen Stunde die Zuhörer.

Das Schwäbische Jugendsinfonieorchester ist eines der herausragenden Jugendorchester in Süddeutschland. Gegründet im Jahr 1959 von Richard Maier, ist es in all den Jahren zu einem großen Sinfonieorchester angewachsen. An die Mitglieder des Orchesters werden große Anforderungen gestellt. Beinahe alle der zumeist sehr jungen Solisten, die zum Teil mehrfach mit dem Schwäbischen Jugendsinfonieorchester aufgetreten sind, gastieren heute in Konzertsälen der Welt.

Zweimal im Jahr wird ein ausgewähltes Programm einstudiert, das dann einem breiten Publikum vorgestellt wird. Das Orchester hat sich neben Stücken aus dem 19. auch zunehmend denen des 20. Jahrhunderts verschrieben. An diesem Nachmittag boten die jungen Musiker mit der Sinfonie Nr. 38, D-Dur, KV 504, der „Prager Sinfonie“ und der Sinfonie Nr. 5, cis-Moll, von Gustav Mahler ein hochwertiges Programm. Das Orchester widmete sich damit der Sinfonie und ihrer Geschichte. Beide Komponisten haben für das sinfonische Schaffen überaus wichtige Impulse gegeben, der eine zu Beginn, der andere eher zum Ende der Schaffungsgeschichte. Ohne Mozarts späte Sinfonien, zu welchen die in Diedorf zu Gehör gebrachte „Prager Sinfonie“ gehört und in welcher deutlich sein melodischer und harmonischer Einfallsreichtum zum Ausdruck kommt, wäre eine Entwicklung kaum denkbar gewesen, die so groß besetzte und klanglich vielfältige Werke wie Mahlers Sinfonien entstehen ließ, in welchen jeder Satz seinen ganz eigenen Charakter, Tempo und Aufbau hat. Das Schwäbische Jugendorchester spielte die Musik fein und weich, mächtig und volltönend zugleich und nahm die Zuhörer mit dem wunderschönen Klang im Kirchenraum bis zum letzten Ton gefangen. Sie setzten einen harmonischen Schlusspunkt eines Festtags für die Kirche Herz Mariä.

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