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Stadtbergen

25.07.2010

Kämpfer für die deutsche Einheit zu Gast in Stadtbergen

Die Wiedervereinigung wurde in Stadtbergen mit prominenten Gästen, politischen Diskussionen und umfangreichem Kulturprogramm gefeiert.

Bis zum Tag der Deutschen Einheit sind es zwar noch einige Monate, doch in Stadtbergen laufen die Planungen für die "Woche der Einheit" schon auf Hochtouren. Ab dem 27. September wird in der Stadt an die Ereignisse, die zur deutschen Wiedervereinigung führten, erinnert. Der Kulturausschuss stimmte dem Konzept für die Feierlichkeiten zu.

Eröffnet wird das Programm mit einem Friedensgebet in der evangelischen Friedenskirche. Dazu konnten die Stadtberger einen prominenten Gast gewinnen: Friedrich Magirius, den ehemaligen Superintendenten der Nikolai-Kirche in Leipzig. Von dort gingen 1989 die Montagsdemonstrationen aus, die das Ende der DDR und die Wiedervereinigung einleiteten. Magirius wird mit den einheimischen Pfarrern Adam Weiner und Konrad Huber sowie dem Pfarrer aus Stadtbergens sächsischer Partnerstadt Olbernhau, Klaus Wappler, das Friedensgebet leiten. Später nimmt der 80-Jährige mit seinen Kollegen und Bürgermeister Ludwig Fink an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Einfluss der Kirchen auf politische Umwälzungen" teil. Dazwischen gibt es eine nachempfundene Montagsdemonstration. Ob diese nur vor der Kirche stattfindet oder ob es einen Zug durch die Straßen gibt, muss noch entschieden werden.

Ein weiterer Gast, der seinen Teil zur Neugestaltung der DDR beitrug, wird am 2. Oktober in Stadtbergen erwartet. Herbert Wagner, der ehemalige Oberbürgermeister von Dresden, wird die Festrede im Bürgersaal halten. Wagner war Mit-Initiator der Montagsdemonstrationen in der Elbstadt und wurde nach der Wende zum Stadtoberhaupt gewählt. Wagner wird, neben anderen Experten aus Politik und Wirtschaft, auch am Forum "Wirtschaft und Kommunalpolitik im Wandel" teilnehmen, das am 3. Oktober auf dem Programm steht.

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Sächsische Partnerstadt feiert die "Woche der Einheit" mit

Außerdem haben die Stadtberger ein buntes Kulturprogramm organisiert. Am 28. September liest der Autor Michael Kraske in der Bücherei aus seinem Buch "Ich bin dann mal drüben: Von einem der auszog, den Osten zu lieben". Kraske stammt aus Westdeutschland, zog aber gleich nach der Grenzöffnung in die neuen Bundesländer und sammelte Geschichten über das Leben in der DDR.

Eng in die Feierlichkeiten eingebunden sind die Bürger aus Olbernhau. "Unsere Städtepartnerschaft lebt seit vielen Jahren, und wir wollen unseren Gästen auch diesmal einen herzlichen Empfang bereiten", sagte Bürgermeister Fink. Daher wurde für die "Woche der Einheit" in beiden Städten ein Kunst- und Aufsatzwettbewerb ausgerufen, bei dem die Menschen ihre Gedanken zur Wiedervereinigung künstlerisch umsetzen können. Bis zum 10. September können Arbeiten eingereicht werden, am 29. September findet die Preisverleihung statt. Am 30. September wird Stadtbergens Jugendpfleger Steffen Richter seine Wende-Erlebnisse schildern. Der Sozialpädagoge wurde in Ost-Berlin geboren und erlebte die friedliche Revolution als 17-Jähriger hautnah mit. "Aufwachsen in Ost und West" lautet das Thema seines Referats.

Am 1. Oktober werden bei der "Stadtberger Filmnacht" vier Kinofilme zum Leben vor und nach dem Ende der DDR gezeigt. Unter anderem wird der mit dem "Oscar" prämierte Film "Das Leben der anderen" gezeigt. (adi)

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