Kalbs fatale Signale

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Kommentar Von Christoph Frey
18.06.2018

Edgar Kalb hat völlig recht: Die Beschäftigten des Gesundheitsamts können daneben liegen

Deshalb ist es sein gutes Recht, eine gerichtliche Überprüfung der Trinkwasserchlorung anzustreben. Stellt sich nur die Frage, wie sinnvoll es ist. Weil Kalb auf anwaltlichen Rat keine Eilentscheidung anstrebte, wird die Chlorung nicht mehr zu verhindern sein. Was ein Urteil in einigen Monaten oder gar Jahren allenfalls noch bringen kann, ist die Reinwaschung der Dinkelscherber Verwaltung von dem Verdacht, sie habe zum Wasserdesaster mit beigetragen.

Dass Kalb eine derartige Vermutung nicht auf sich und seinen Leuten sitzen lassen will, ist verständlich. Fatal aber ist, wie der Dinkelscherber Rathauschef seine Vorbehalte gegen die Arbeit des Gesundheitsamtes kommuniziert. Indem er so tut, als wäre die Befürchtung der Behörde (mehr ist es im Moment auch nicht), dass sich im Trinkwasser krank machende Keime befinden können, mehr oder weniger aus der Luft gegriffen, suggeriert er seinen Dinkelscherbern, die ihr Wasser noch einige Tage abkochen sollten, eine falsche Sicherheit.

Was viel eher angebracht wäre, ist ein gesundes Misstrauen dem Zustand der eigenen Wasserversorgung gegenüber. Denn dass die saniert werden muss, steht außer Frage. Sagt auch Edgar Kalb. Zum Artikel

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