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Emersacker

06.09.2016

Kameraden beten für den Frieden

Zahlreiche Kameraden nahmen heuer wieder an der Friedenswallfahrt in Emersacker teil.
Bild: Konrad Friedrich

  Insgesamt 28 Vereine schlossen sich der mittlerweile 23. Feier in Emersacker an. Warum das immer noch aktuell ist.

Von Konrad Friedrich

 Die 23. Friedenswallfahrt in Emersacker wurde zu einer Demonstration des Friedens und des Glaubens. Immer am ersten Septembersonntag findet diese Wallfahrt, die 1994 vom Soldaten- und Kameradenverein Emersacker wieder ins Leben gerufen wurde, statt. Die Musikkapelle Emersacker führte den Kirchenzug an, dem 28 Fahnenabordnungen, der Kirchendienst und die Ehrengäste folgten. Bei der Friedenswallfahrt wurde für über 70 Jahre Frieden in Deutschland und großen Teilen Europas gedankt.

Unter Glockengeläut

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Der BKV-Kreisverband Augsburg kam mit seiner Standarte und die Teilnehmer zogen unter Glockengeläut mit Domvikar Albert Wolf in das festlich geschmückte Gotteshaus ein. SKV-Vorsitzender Otmar Geri hieß in der Pfarrkirche Emersacker alle 26 Vereine und Ehrengäste willkommen. Viele Fahnen gaben dem Altarraum ein imposantes Bild. Das Wallfahrtsbild mit „Maria zum Blute“ stand bei der 23. Friedenswallfahrt im Mittelpunkt..

Der Geistliche stellte in seiner Predigt ein chinesisches Sprichwort, „Wer nur sich selber anschaut, strahlt nicht!“, in den Mittelpunkt. Denn wer nur in sich selber verliebt ist, der erkaltet, dem kommt die Liebe abhanden, der wird unzufrieden und kann nicht mehr Frieden halten-weder mit sich, noch mit seinen Mitmenschen. Er sprach dabei auch die Heiligsprechung Mutter Teresa an, die am selben Tag in Rom stattfand. Denn gerade sie habe nie auf sich selber geschaut und deshalb Frieden ausgestrahlt. Er lud die Gläubigen ein, den Weg im Blick auf Christus und seine Mutter Maria zu wählen, wie es Mutter Theresa ihr Leben lang tat. Sie ist uns allen Vorbild und Ansporn.

Auch der Terroropfer gedacht

Nach dem Gottesdienst zog man zur Totenehrung zum Kriegerdenkmal in die Ortsmitte. Hier rief Joachim Seebauer, Vorstandsmitglied der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) zum gemeinsamen Gedenken an die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft auf. „Doch wir trauern nicht allein um die gefallenen Soldaten und zivilen Opfer der beiden Weltkriege, wir wenden unsere Trauer auch denjenigen zu, die in jüngster Vergangenheit in den Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten und durch Terroranschläge auf dieser Erde ihr Leben lassen mussten.“ Angesichts des unfassbaren Leidens, das Krieg und Gewalt über die Menschen bringe, sei man heute darüber einig, dass nichts wichtiger ist, als Feindbilder zu vergessen, Vorurteile zu beseitigen, aufeinander zuzugehen und miteinander die Zukunft zu gestalten. „Kriege sind von Menschen gemacht und deshalb vermeidbar. Ziehen wir aus der Vergangenheit die Lehren für die Gegenwart und vor allem für die Zukunft unserer Kinder.“ Erziehung zum Frieden sei notwendiger denn je, auch in unserer Gesellschaft. Solange immer noch Menschen glauben, politische, wirtschaftliche, ethnische oder religiöse Konflikte mit Waffengewalt lösen zu können, solange müsse die Arbeit für den Frieden weitergehen.

Drei Böllerschüsse, das Bayernlied- und die Deutschlandhymne erklangen zum Abschluss. Anschließend trafen sich alle im Fuggerstadel zum Frühschoppen.

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