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18.09.2014

Kampf für den Meitinger Urwald

Der Meitinger „Urwald“ in der südlichen Ortseinfahrt soll erhalten bleiben, wünschen sich Claudia Riemensperger (rechts) und Michael Sartor. An dieser Stelle, die sich ungefähr in der Mitte zwischen dem Ortseingang und dem Kreisverkehr an der Schlossstraße befindet, könnte – zusammen mit der Planung für eine neue Zufahrt ins Baugebiet „Südlich Pouzauges-Ring“ – ein Fußgängerüberweg realisiert werden, ohne allzu viel „Urwald“ zu opfern.
Bild: Margret Sturm

CSU-Räte Sartor und Riemensperger setzen sich für den Erhalt des üppigen Grüns am südlichen Ortseingang ein. Wird jetzt die Zufahrt zum neuen Baugebiet umgeplant?

Die CSU-Gemeinderäte Michael Sartor und Claudia Riemensperger kämpfen für den Erhalt des „Meitinger Urwalds“. Auf keinen Fall dürfe der wertvolle, dichte Grüngürtel, der die südliche Meitinger Ortseinfahrt säumt, der geplanten Einfahrt ins Baugebiet „Südlich Pouzauges-Ring“ geopfert werden, finden die beiden Politiker. Allerdings ist die Sache brandeilig, denn der Marktgemeinderat sollte in seiner Sitzung am gestrigen Mittwochabend bereits über die Planung beschließen. Schon in der vergangenen Woche hatte sich der Planungsausschuss mit neun gegen sechs Stimmen für die Maßnahme ausgesprochen, der etwa 800 Quadratmeter des üppigen Grüns auf der Ostseite der Straße zum Opfer fallen würden, dem Altbürgermeister Alfred Sartor den Namen „Meitinger Urwald“ gegeben hat.

Schon in dieser Ausschusssitzung hatte sich Michael Sartor mehrfach für eine reduzierte Straßenplanung starkgemacht, damit das Grün erhalten bleiben kann. Sartor und CSU-Fraktionschefin Riemensperger kündigten gestern in einem Gespräch mit unserer Redaktion an, dass sie im Namen der CSU-Fraktion beantragen werden, den Punkt von der Tagesordnung des Gemeinderats abzusetzen, damit in Ruhe eine Neuplanung erstellt werden könne. Für diese neue Planung hat Sartor gleich mehrere Ideen, die auch Fraktionschefin Riemensperger unterstützt.

Für Abbiegespur und gegen Kreisverkehr am Ortseingang

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Beide wollen zwar auf jeden Fall an der Abbiegespur vom Süden her ins neue Baugebiet festhalten und verweisen auf den Beschluss des Gemeinderats im Juli, der sich mit 16 gegen acht Stimmen für diese Abbiegespur und gegen den Bau eines Kreisverkehrs ausgesprochen habe. Schließlich gehe es um eine vernünftige, verkehrssichere Anbindung des neuen Baugebiets „Südlich Pouzauges-Ring“. Allerdings plädieren beide Markträte für eine abgespeckte Straßenbreite. Bisher sei eine Breite von bis zu 11,50 Metern vorgesehen, dabei ist die jetzige Fahrbahn nur 6,50 Meter breit. „Mit veränderten Maßen ist die Neuplanung ebenfalls machbar“, findet Sartor. Auch die Mittelinsel müsse nicht 40 Meter lang werden, sondern könne sehr viel kürzer ausfallen und trotzdem eine Aufstellfläche für den Fußgängerüberweg beinhalten. Auf den geplanten Grünstreifen im Kreuzungsbereich könne man ganz verzichten. „Weniger Flächenverbrauch“ heiße die Maxime.

Ganz wichtig sei auch, dass der geplante Fußgängerüberweg an anderer Stelle realisiert werde: nicht auf Höhe des südlichsten Trampelpfads, der von Osten auf die Kreisstraße führt, sondern weiter im Norden ungefähr auf Höhe des Grundstücks mit dem alten Bungalow. Sartors Idee ist es, für Fußgänger, die dort von Ost nach West die Straße queren, eine neue, weiterführende fußläufige Verbindung zu schaffen; dafür könne man das gemeindeeigene Grundstück am Pouzauges-Ring nutzen, auf dem das Trafohäuschen steht. Im Anschluss führen bestehende Fußgängergässchen weiter, beispielsweise bis zur Mittelschule. „Für Schulkinder wäre eine solche Lösung ideal“, meint Sartor. „Man würde damit auch die für Meitingen so charakteristischen Gässele stärken.“

Insgesamt sei diese Lösung kostengünstiger, verbrauche weniger Fläche, sorge trotzdem für Entschleunigung des Verkehrs und man könne das Grün an der Ortseinfahrt weitgehend erhalten, das für Meitingen fast ebenso charakteristisch sei wie die „Gässele“. – Was der Gemeinderat in dieser Frage entschieden hat, darüber berichten wir in unserer Freitagsausgabe.

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