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04.06.2009

Kanalsystem in Unterschöneberg wird saniert

Altenmünster-Unterschöneberg (hwe) - Im Zuge der anstehenden Straßenbaumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt soll auch das Kanalsystem in Unterschöneberg saniert und zum Teil erneuert werden. Das hat der Gemeinderat Altenmünster beschlossen. In der Bergstraße, wo der Kanal in einem besonders schlechten Zustand und zudem für den heutigen Bedarf zu gering dimensioniert ist, sollen auf rund 130 Meter Länge neue Rohre verlegt werden.

Der Gemeinderat befürwortete diesen Schritt und beauftragte das Ingenieurbüro Steinbacher-Consult damit, die Kanalsanierung vorzubereiten und die notwendigen Arbeiten auszuschreiben.

Zuvor hatte Diplom-Ingenieur Gilbert Schober umfassend über den Zustand des rund 3800 Meter langen Unterschöneberger Kanalsystems informiert, das bereits vor einigen Jahren mit einer ferngesteuerten Kamera untersucht worden war. Dabei waren unter anderem Schäden wie zum Beispiel Risse in den Rohren, aber auch Hindernisse wie etwa nicht fachgerecht ausgeführte Anschlüsse entdeckt worden.

Rohre werden mit Vliesbahnen ausgekleidet

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In vielen Fällen ließen sich die Defekte reparieren, ohne dass die Rohre komplett ausgetauscht werden müssten, erläuterte Schober. Das sogenannte "Inliner-System", bei dem die Rohre mit kunstharzgetränkten Vliesbahnen ausgekleidet werden, spare gegenüber dem Neubau rund 40 Prozent an Kosten ein und verlängere die Lebensdauer des Kanals um 25 bis 40 Jahre. Insgesamt dürften sich die Kosten für die Sanierung für Mischwasser- und Regenwasserkanal auf gut 140 000 Euro belaufen.

Lediglich an der Bergstraße bestehe akuter Handlungsbedarf: Dort, so Schober, sei der Durchmesser der Kanalrohre für die anfallenden Wassermengen zu gering. Statt der vorhandenen Rohre mit ei nem Durchmesser von 300 Millimeter, sollen nun solche mit einem Durchmesser von 500 oder gar 600 Millimeter eingebaut werden. Dieser Neubau wird nach Berechnungen des Büros Steinbacher mit rund 85 000 Euro zu Buche schlagen.

Mit einer Kanalnetzberechnung hat das Ingenieurbüro darüber hinaus die Leistungsfähigkeit der Unterschöneberger Abwasserkanäle berechnet und Prognosen für die Zukunft erstellt. Gilbert Schober empfahl der Gemeinde, bei der Entwicklung Unterschönebergs besonders auf zwei Punkte zu achten: "Möglichst wenig Wasser in den Kanal und weg vom Mischsystem."

Das bedeutet, dass Bauwerber künftig dazu verpflichtet werden sollen, Möglichkeiten zur Regenwasserrückhaltung und zum Versickern auf ihrem Grundstück zu schaffen, und dass die Kanäle für Regenwasser und für Schmutzwasser nach und nach getrennt werden sollen, um die Kläranlage und damit das Gemeindebudget zu entlasten.

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