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Stadtbergen

26.02.2018

Kangaroos verpennen das erste Viertel

Die Weckrufe von Trainer Ian Chadwick an Lewis Londene und seine Mitspieler kamen zu spät. 
Bild: Foto: Marcus Merk

Mit einem erschreckend schwachen Start verschenkt die BG Leitershofen/Stadtbergen einen durchaus möglichen Sieg

Eine erneut total verschlafene Anfangsphase kostete den Basketballern des BG Leitershofen/Stadtbergen im Auswärtsspiel beim MTSV Schwabing wieder einmal einen durchaus möglichen Sieg. Mit einer hauchdünnen 77:80-Niederlage musste man die Heimreise antreten. Da auch die hinter Leitershofen platzierten Teams Niederlagen hinnehmen mussten, verbleibt man weiterhin auf dem neunten Tabellenplatz der 1. Regionalliga Südost.

Es ist inzwischen schon das Markenzeichen der Kangaroos, dass die Lust auf Basketball erst dann beginnt zu wachsen, wenn man bereits 10 oder 20, oder auch gerne einmal mit 26 Punkten ins Hintertreffen gerät. Was zuletzt gegen Bamberg aber dann noch einmal gut ging, klappte wie schon zuvor gegen Herzogenaurach am Samstag erneut nicht. Die Gründe hierfür? Ganz einfach, weil diese Gegner individuell zu stark sind, als dass man das Geschehen noch hätte wenden können und man daher nun zwei Mal binnen kürzester Zeit wertvolle Punkte im wahrsten Sinne des Wortes leichtfertig verschenkt hat. Vielleicht wäre eine klarere Fokussierung auf das Match für die Akteure der BG durchaus überlegenswert.

Zum Spiel: Vor allem in der Defensive zeigten die Leitershofer in der Anfangsphase keinerlei Energie und luden den Gegner förmlich dazu ein, leichte Körbe zu erzielen. Nach 12 Minuten stand es sage und schreibe 14:40. Ende des ersten Viertels erzielte Schwabing innerhalb von nur 50 Sekunden sogar einmal elf Punkte in Folge. Danach dann die Wende, die Stadtberger kamen besser ins Spiel, begannen zu kämpfen und auch im Angriff lief der Ball nun flüssig. Vor allem Johnny Genck und Emanuel Richter überzeugten mit einer hohen Trefferquote von jenseits der 6,75-Meter-Linie. Unter den Körben war Schwabing mit den Hünen Nathan Gibbs und Finn Fischer ohnehin besser besetzt, mit der Hereinnahme von Max Uhlich und vor allem MilanTesic hielt man aber nun auch direkt am Brett gut dagegen. Bis zur Halbzeit verkürzte man somit wieder auf 38:47 und befand sich für die zweiten 20 Minuten auf Schlagdistanz.

Das dritte Viertel begann dann mit einem kleinen Schock, Michael Dorsch musste erneut mit einer Knieverletzung aus dem Spiel – Diagnose noch offen. Trotzdem entwickelte sich jetzt eine sehr intensive Partie. Auch diesen Abschnitt entschieden die Kangaroos mit 21:20 zu ihren Gunsten. Bis zur 34. Minute verkürzten die Gäste dann sogar auf 68:70, alles schien möglich. Schwabing zog allerdings dann erneut wieder einige Punkte davon (77:68). Die Kangaroos ließen sich aber nicht beirren. 39 Sekunden vor dem Ende verkürzte Daniel Nimphius auf 76:77, ein weiterer Freiwurf zum Ausgleich wurde vergeben.

Die Münchner, welche Dank ihrer hervorragenden Verteidigungsweise berechtigterweise bis dato noch kein Mannschaftsfouls im vierten Viertel auf dem Konto hatten, machten es dann clever. Während die BG zu den sogenannten Stop-Clock Freiwürfen greifen musste und den Gegner an die Freiwurflinie zwang, konnte der MTSV selbst die Angriffe der BG mit taktischen Fouls unterbinden, ohne dass es für Leitershofen Freiwürfe gegeben hätte. Der letzte Verzweiflungsdreier von Johnny Genck verfehlte mit der Schlusssirene das Ziel.

Man darf gespannt sein, ob das team am kommenden Samstag in eigener Halle gegen HAPA Ansbach endlich einmal eine Leistung über die gesamten 40 Minuten hinweg anbieten kann. (asan)

BG Topstar Leitershofen/ Stadtbergen: Genck (18/4 Dreier), Nimphius (6) Tucker (6), Uhlich (3), Londene (2), Hadzovic (1), Dorsch, Veney (6), Richter (25/7 Dreier), Tesic (10).

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