Newsticker

Virologe Drosten für baldige Einführung von Tracking-App
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Karnevalstiere und New Yorker Gangs im Kulturstadl

Konzert

03.06.2016

Karnevalstiere und New Yorker Gangs im Kulturstadl

Das Quattrofoglio Saxophonquartett spielte im Kulturstadl unter anderem den Karneval der Tiere.
Bild: Stephanie Belair

Das Quattrofoglio Saxophonquartett begeistert mit einer ungewöhnlichen Mischung in Wörleschwang

„Die Tiere hatten sich aneinander gelehnt./Es war schon viel später als nachts um viere./Und als die Eintagsfliege ein letztes Mal gähnt,/brachen sie auf, die Karnevals Tiere.“ So endete am vergangenen Sonntag die erste Hälfte des ausverkauften Konzertes des Quattrofoglio Saxophonquartetts im Wörleschwanger Kulturstadl. Das junge Ensemble hatte es dem Karneval der Tiere gewidmet. Mit dem Eröffnungsstück, dem „Entertainer“ von Scott Joplin, kündigten die Musiker den fünften Mann auf der Bühne bereits musikalisch an: Herbert Hornig hatte sichtlich große Freude daran, das Publikum als Erzähler mit auf die Reise durch die Tierwelt zu nehmen, die das Saxofonquartett mit interpretatorischer Vielfalt – und der ein oder anderen Feder auf dem Kopf – wirklich werden lies. Es tanzte nicht nur der Elefant im Tutu durch den voll besetzten Saal: Da waren auch Löwe, Schildkröten, Kängurus, Esel, ein Schwan und noch allerlei anderes Federgetier. Das Publikum fühlte sich bestens unterhalten und freute sich auf die zweite Konzerthälfte.

Diese bestand aus Auszügen der West Side Story von Leonard Bernstein. Das Ensemble bewies, dass es nicht nur die Tierwelt nachahmen kann, sondern auch fähig ist, die Zuhörer mit in ferne Welten zu nehmen, in diesem Fall nach New York in den 50er Jahren. Wo der Karneval der Tiere technisch anspruchsvoller war, forderte dieses Stück mehr das gefühlvolle, musikalische Interpretieren und den schnellen Wechsel von Tempo und Stilrichtung. Außerdem brauchten die Saxofonisten hierbei wesentlich mehr Ausdauer, sodass beide Konzerthälften auf ihre Weise höchst anspruchsvoll waren.

Auch nach der Pause wurden die vier Hauptakteure Viktoria Wörle aus Wertingen, Barbara Mayr aus Unterthürheim, Andreas Kapfler und Valentin Steinhart (beide aus Welden) unterstützt: Der Schlagzeuger Michael Ahne aus Welden begleitete das Saxofonensemble auf dem Set und diversen Percussion-Instrumenten. Während der gemeinsamen Proben für das Konzert hatte er immer wieder auch die Leitung der Probe übernommen und dem Ensemble dabei geholfen, eine gemeinsame Interpretation des Programms zu finden und umzusetzen. Als studierter Musiker hat er ein besonderes Gehör für Details und verhalf den Laienmusikern zu einem konzertreifen Ensembleklang. Das Publikum war begeistert und ließ die Musiker nicht vor einer zweiten Zugabe nach Hause gehen. (AL)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren