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Kasperltheater im Kreistag von Augsburg

Kommentar Von Christoph Frey
13.10.2020

Der Kreistag bekommt seine Ausschüsse nicht richtig zusammen. Der Grund liegt genau bei einem von 70 Kreisräten.

Kasperltheater, Kindergarten, Tollhaus: Jeder der drei Begriffe passt im Grunde auf das, was sich am Montag im Augsburger Kreistag abgespielt hat. Dort gerät das Gremium offenbar schon an den Rand der Überforderung, wenn es nur seine Ausschüsse in einen arbeitsfähigen Zustand versetzen will.

Der Grund: Nach der Posse um die geplatzte Polit-Ehe mit der FDP hat der Linke Maximilian Arnold das Single-Dasein im Kreistag offenbar schon wieder satt und bandelt mit der ÖDP an, die wiederum alles andere als abgeneigt ist. Dass beide noch im Sommer angeblich so gar nicht miteinander konnten, als es um ein Dreierbündnis mit der FDP (deren Vertreter sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben) ging: geschenkt.

Es gibt Besseres im Augsburger Kreistag zu tun

Scheint ebenso wenig eine Rolle zu spielen wie die Zeit der anderen (ehrenamtlichen) Kreisräte und Verwaltungsmitarbeiter, die so vertan wird. Wie dieses Vorgehen rechtlich zu bewerten ist - und darauf kommt es am Ende an - müssen nun die Juristen des Landratsamtes bewerten.

Es gäbe Besseres zu tun und genau darauf sollten sich die anderen Gruppierungen jetzt konzentrieren. Ob der einsame linke Kreisrat oder einer von zwei ÖDP-Vertretern in den Ausschüssen mittut, ist zudem nicht unbedingt kriegsentscheidend. Und außerdem: Wer weiß schon, wie lang die Liebe hält?

Lesen Sie dazu auch: Neue Polit-Ehe im Kreistag sorgt für heftigen Krach

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