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Ferien

18.06.2019

Katzenohren, Herzen und ein Sternenhimmel

Emma Lewin, Lena Weislein und Smila Keller (von links) präsentieren ihre Kunstwerke, die sie während der Kunst-Tage gebastelt haben.
Bild: Brigitte Mellert

Der Kreisjugendring bietet zum ersten Mal das Programm „Kunst-Tage“an. Das neue Konzept überzeugt

Drei Herzen aus Draht. Ein großes, ein mittleres und ein kleines. Eine Figur, die akrobatisch einen Handstand auf einer Hand macht. Und ein Haarreif mit Katzenohren. Lena Weislein, Emma Lewin und Smila Keller halten stolz ihre gebastelten Kunstwerke in die Kamera. Die drei Mädchen haben vier Tage lang mit dem Kreisjugendring Augsburg Land und der Kunstschule Diedorf im Jugendhaus Reischenau in Dinkelscherben unterschiedliche Kunsttechniken ausprobiert. Fotografie, Malerei, bildnerisches Modellieren oder Druck – 18 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren haben mit Unterstützung der Betreuer des Kreisjugendrings und der Kunstschule sich ausprobieren können. Ihre Werke haben sie nun in einer selbst organisierten Ausstellung präsentiert.

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Der Kreisjugendring Augsburg Land und die Kunstschule unter der Leitung von Maria-Theresia Kugelmann-Schmid arbeiten heuer für das Ferienprogramm „Kunst-Tage“ zum ersten Mal zusammen – aber nicht zum letzten Mal, wie Sabine Landau, Geschäftsführerin des Kreisjugendrings betont.

Organisiert hat das Programm Lisa Gölsdorf. Auch sie ist sehr zufrieden, wie viele Teilnehmer dabei waren. „Die Kinder kommen aus dem gesamten Landkreis“, sagt sie. Es ist das erste Mal, dass bei Veranstaltungen des Kreisjugendrings die Kunst alleine im Fokus stand. Entsprechend glücklich seien die Verantwortlichen über das rege Interesse. Das Konzept der Kunst-Tage ist so ausgelegt, dass die Kinder die jeweiligen Kunsttechniken ausprobieren können. Anders als in der Schule gibt es keine genauen Vorgaben. Ein Ansatz, der bei den Schülern gut ankam. „Ich habe mich sehr gefreut, dass die Aufgabenstellung so frei war“, sagt Lena. Die 13-Jährige empfand das Miteinander mit den anderen Kindern als motivierend. „Es gibt keine Fehler, da jeder die Aufgabe anders angegangen ist“, sagt sie und fügt hinzu: „Auf diese Weise haben wir uns unterstützt und nicht nur kritisiert, wie es in der Schule oft der Fall ist.“ Die Kinder kannten sich vor Beginn der Kunstwoche größtenteils nicht, hätten aber durch die gemeinsame Arbeit und andere Aktivitäten wie einer Wasserschlacht, einer Disco und einem gemeinsamen Brunch schnell zueinandergefunden, wie Emma, Lena und Smila erzählen. Alle drei Mädchen haben eine große Affinität zur Kunst, kommen zum Teil aus einer Künstlerfamilie und können sich deshalb für die unterschiedlichen Kunsttechniken sehr begeistern. „Wir waren sogar schneller fertig als gedacht“, sagt Emma mit einem Lächeln im Gesicht. „Deshalb haben wir nicht nur eine Drahtfigur gebastelt, sondern sogar zwei.“

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Die Kinder haben zu Beginn der Kunstwoche die Möglichkeit bekommen, entweder ein Porträt, ein abstraktes Bild oder einen Sternenhimmel zu gestalten. Entschieden haben sich Emma und Lena für den Sternenhimmel, Smila malte sich – zusammen mit ihren Katzenohren. Für die Drahtfiguren lautete die Aufgabenstellung: zeige dich selbst. Emma bastelte ihre turnende Figur, die ein Peace-Symbol zeigt, weil das eine ihrer Lieblingsposen auf Fotos ist. Smila hat sich Katzenohren gebogen, weil sie die Tiere süß findet und Lena hat die Herzen aus Draht gebogen, weil diese so vielfältig zu interpretieren sind: Liebe und Geborgenheit symbolisiert ihr drahtiges Kunstwerk. Zusammen mit einem Betreuer zeichneten sie zuerst eine Skizze der späteren Figur und bogen diese anschließend mit einem dünnen Draht nach. Um diesen wickelten sie wieder einen dickeren Draht, bis zum Schluss eine dreidimensionale Figur entstanden ist.

Nun müssen die Mädchen noch entscheiden, wo sie ihre Kunstwerke zu Hause hinstellen wollen.

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