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Horgau

25.11.2019

Kauflust in Horgau zwischen Engeln und Adventskerzen

Sonja Jenewein und Heike Schwarzer haben es im Advent gerne klassisch.
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Sonja Jenewein und Heike Schwarzer haben es im Advent gerne klassisch.
Bild: Foto: Michaela Krämer

In Horgau gab es beim Hobbykünstlermarkt die ersten Geschenke und Dekoartikel zu kaufen. Inzwischen ist es der 28. Markt, der die Besucher jedes Jahr anzieht

Soll es die rote Glaskugel sein oder doch lieber ein Weihnachtsengel aus Filz? Wie wäre es mit einer Vogelfutterstelle für den Winter oder ein Nistkasten? Ja, da hat der Besucher die Qual der Wahl. Eines ist sicher: Hier geht niemand mit leeren Händen nach Hause. Beim mittlerweile 28. Hobbykünstlermarkt, den die Freien Wähler, allen voran Christel Hörmann, veranstalten, ist das Interesse groß. Rund 50 Aussteller haben die Halle in eine kreative Oase verwandelt, sehr zur Freude der Besucher.

Familie Gleis kommt immer wieder gerne hierher. Sie sind schon um 10 Uhr gekommen und tragen ihre Errungenschaften zum Auto. „Um diese Zeit ist es noch ruhiger.“

Ein bisschen Geld muss der Kunde bei dem vielfältigen Angebot schon mitbringen. Die Künstler haben an Ideenreichtum wieder einmal nicht gespart. Eine Künstlerin aus Kutzenhausen hat in ihrer Freizeit Leuchtkugeln aus Beton geformt. „Zwischendurch wollte ich schon einmal alles hinschmeißen“, verrät Irmi Dörle, „denn ich hatte überall nassen Beton, sogar an den Vorhängen.“ Ob in Zeitschriften oder auch auf Messen findet sie immer wieder neue Ideen, die sie variiert und entsprechend verändert.

Kauflust in Horgau zwischen Engeln und Adventskerzen

„Das schaut doch süß aus“, sagt Waltraut Richter zu ihrem Mann und zeigt ihm die Adventskränze von Sonja Jenewein und Heike Schwarzer. „Er hat Sorge, dass das Geld für den Gänsebraten am ersten Weihnachtsfeiertag nicht mehr ausreicht“, sagt sie lachend.

Auch edlen und anspruchsvollen Schmuck kann man an vielen Ständen bewundern. Unikate Klassiker wie Kerzen in unterschiedlichen Formen und Farben, Engelsfiguren, Weihnachtsschmuck, Krippen und fantasievolle Windlichter lassen besonders Frauenherzen höher schlagen. Die Männer hingegen interessieren sich schon eher für Holzarbeiten. Daneben finden sich viele kleine Geschenkideen, selbst gestrickt oder gebastelt, wie die bunten Weihnachtsmänner, für die man zur Herstellung kleine Finger braucht.

Luise und Helmut Ostermeier haben sich auf Früchtebrot und Fruchtaufstriche spezialisiert. Teilweise hergestellt aus dem, was im heimischen Garten wächst. „Die Kornelkirsch-Mirabellenmarmelade kann ich sehr empfehlen. Sie ist nicht ganz so süß und hat sehr viel Vitamin C.“ Apropos süß.“

Viele Aussteller legen Wert auf natürliche Materialen wie Holz, Wolle, Filz, Stoff und Papier. Ausgediente Jeans werden zu pfiffigen Handtaschen, Kieselsteine haben ein lächelndes Gesicht, Adventskalender gibt es in Buchform und und und. Da fällt es dem einen oder anderen schon schwer, standhaft zu bleiben. Wahre Hingucker bietet Alban Grell, heute vertreten durch seine Frau, der Schönes aus Holz bietet. Alles ist selbst geschnitzt, geschliffen und bemalt. Viel Herzblut und die Liebe zum Detail stecken in den Ausstellungsstücken, dadurch wird die Freude am Stöbern umso größer. Und die netten Gespräche gibt es gleich mit dazu. Das ist es, was den Hobbykünstlermarkt so liebenswert macht.

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