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Bürgerversammlung

12.05.2018

Kein Mittelstreifen zwischen Meitingen und Westendorf

Keine Markierung ist für die Ortsverbindung von Westendorf nach Meitingen geplant.

Der Ausbau der Ortsverbindungsstraße war ein Thema, die Dorferneuerung ein anderes

Gut 40 Bürger und neun Mitglieder des Gemeinderats sind der Einladung von Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter gefolgt. Sie lauschten – im Rahmen der Bürgerversammlung, die im Gasthaus Schmidbaur Zur Krone stattfand – dem Vortrag des Rathauschefs. Mit einer kleinen Auswahl an Zahlen, Daten und Fakten sowie mächtig viel Hintergrunderklärungen sorgte Richter dafür, dass bei den Bürgern kaum Fragen offenblieben.

Ein Bürger erkundigte sich danach, ob auf der „neuen“ Ortsverbindungsstraße von Westendorf nach Meitingen noch eine Fahrbahnmarkierung aufgebracht werde. Dies sei nicht der Fall, zumindest werde es keinen Mittelstreifen geben, erklärte Richter. Die Straße wurde nicht im herkömmlichen Sinne voll ausgebaut. Stattdessen wurde eine neue Tragschicht aufgebracht (wir berichteten). Eine Fahrbahnmarkierung werde nur an der Seite aufgebracht, nicht aber in der Mitte.

Ein anderer Bürger erkundigte sich danach, wann die Straßenbaumaßnahme Riedstraße/Meitinger Straße final abgerechnet wird. Dies könne noch eine Weile dauern, erklärte der Rathauschef. Der Grund: Bei dieser Maßnahme handelte sich um ein Teilprojekt der Dorferneuerung. Erst wenn der letzte Baustein dieser Fördermaßnahme – die Renaturierung des Schmütterles, die erst nach dem Bau des Hochwasserschutzdamms möglich ist – umgesetzt ist, kommt es zur Endabrechnung. Allerdings stellte Richter in Aussicht, dass es sich bei der finalen Abrechnung lediglich noch um „Kleinstbeträge“ handeln würde.

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Der Wortmeldung eines dritten Bürgers folgte der Vortrag von gleich mehreren Anliegen. Er wünschte sich, dass im Zuge der Verschönerung des Dorfes auch in die Goldfeldsiedlung einige „Kröten“ fließen sollten. Richter entgegnete: „Aktuell ist nichts geplant, allerdings ist die Goldfeldsiedlung keineswegs abgehängt.“ Mit Blick auf das allgegenwärtige Insektensterben wünschte sich der Westendorfer weitere Blühpflanzen für Bienen und Schmetterlinge. Um diesen Punkt wissend, erklärte Richter, dass die Gemeinde ihrerseits bereits einen Grünstreifen (den alten Radweg zwischen Ostendorf und Westendorf) für diese Zwecke vorgeschlagen habe, der Unteren Naturschutzbehörde allerdings diese Seite des Weges nur wenig gefiel. Fazit: Westendorf wird sich um den Insektenschutz bemühen – auch mit dem Ziel, das kommunale Öko-Konto aufzuwerten.

Den neu geschotterten Feldweg von Westendorf nach Ostendorf hielt der Bürger für wenig geglückt. „Das Material ist ungeeignet“ und gefährde sogar Radfahrer, erklärte er. Richter entgegnete, dass – laut seinem Kenntnisstand – noch nicht die finale Deckschicht aufgetragen worden sei. Den Tipp des Bürgers, sich mit den Bürgermeister-Kollegen aus dem Kreistag bezüglich des Zuschusswesens der Banken auseinanderzusetzen, kommentierte Richter mit den Worten, dass seine Wege in den Kreistag entsprechend gering seien. Die Information werde er jedoch weitergeben. Dem Hinweis des Bürgers, Richter sei bestimmt froh darüber, wenn Bürger beschädigte Straßen melden, entgegnete der Rathauschef nichts. Der Westendorfer hakte mit diesem Punkt bei der Straßenausbaubeitragssatzung ein. Deren Abschaffung folge – so Richter während der Bürgerversammlung – auch die Gefahr, dass nun vermehrt Forderungen nach dem Ausbau von Straßen laut werden könnten, weil die Bürger künftig nicht mehr direkt an den Kosten beteiligt sein könnten.

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