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Kein Verständnis für Zugausfälle

Maria Heinrich
Kommentar Von Maria Heinrich
14.01.2019

Ich stehe in der Kälte und warte auf den Zug, aber er kommt nicht.

Das mögen sich am Freitag viele Pendler und Schüler im westlichen Landkreis gedacht haben, die an der Bahnstrecke von Augsburg nach Dinkelscherben auf ihren Zug gewartet haben. Denn dort fuhren einen ganzen Tag lang keine Regionalbahnen – in der heutigen Zeit eigentlich unvorstellbar.

Als Grund für die Störungen gab die Bahn „schneebedingte Weichenstörungen“ an. Es ist schon richtig, dass es in den vergangenen Tagen viel geschneit hat. Trotzdem liegt bei uns alles im Normalbereich – viel Schnee zwar, aber nur geringe Minusgrade. Es herrschen keine Katastrophenzustände wie in Teilen von Oberbayern, wo der Bahnverkehr komplett lahmliegt. Zumal in der Nacht auf Freitag keine Flocken vom Himmel fielen.

Es ist daher nachvollziehbar, dass die Fahrgäste schwer Verständnis aufbringen können, wenn auf einer Strecke einen ganzen Tag lang die Züge ausfallen. Insbesondere, da alle anderen Bahnen im Augsburger Land problemlos durch das Schneetreiben kamen.

Kein Wunder, dass es mit dem Image der Bahn immer mehr bergab geht, wenn sie es nicht schafft, dass an einem normalen Wintertag die Züge zuverlässig fahren.

Lesen Sie hier: Bahn lässt hunderte Kinder in der Kälte stehen.

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