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Planungsausschuss

16.11.2018

Keine Ausnahme bei Stellplätzen für zentrumsnahe Wohnhäuser

Debatte um Versiegelung von Flächen in neuem Wohngebiet. Poller sollen wildes Parken eindämmen

Muss die Stadt Neusäß selbst an ihrer eigenen Vorgabe des Stellplatzkonzepts auch dann starr festhalten, wenn es sich um Bauvorhaben im gut angebundenen Zentrum handelt? Diese allgemeine Frage, verbunden mit einem Antrag, hat Grünen-Stadträtin Ulla Schwinge-Haines mit Bezug auf den Bebauungsplan nördlich des alten Rathauses, rund um die Bürgermeister-Kaifer- und Dr.-Gerlich-Straße, jetzt im Planungs- und Umweltausschuss gestellt.

Die Planung für das Gebiet sieht dort hauptsächlich Einfamilienhäuser vor. Laut der Neusässer Satzung sind für jedes Haus dieser Art zwei Stellplätze einzuplanen. Gerade im vorliegenden Fall führe das jedoch zu einer starken Zersiedlung und einem hohen Grad an Versiegelung, so Ulla Schwinge-Haines.

Im konkreten Fall gehe es jedoch darum, den Charakter des Wohngebiets zu erhalten, erinnerte Zweiter Bürgermeister Wilhelm Kugelmann (CSU). Am Ende stimmte der gesamte Ausschuss dafür, den Bebauungsplan wie gehabt weiterzuentwickeln.

Ähnlich liegt der Fall für den Bebauungsplan an der Anne-Frank-Straße in Steppach: Auch hier soll der Charakter des Wohngebiets erhalten und eine eher moderate Verdichtung umgesetzt werden, so Bürgermeister Richard Greiner. Möglich soll es hier, je nach Grundstückszuschnitt, auch sein, Häuser mit dem Giebel zur Straßenseite hin zu planen. Der Ausschuss war einstimmig für die Planung.

Nicht mehr zeitgerecht sind die Skizzen aus den Siebzigerjahren für den bereits damals geplanten Bügel an der Hermann-Utech-Straße in Neusäß. Die bislang unbefestigte Straße soll jetzt mit einer Querverbindung versehen und asphaltiert werden. Dafür sind jedoch Grundstückszukäufe nötig, um die Straße auch so anlegen zu können, dass dreiachsige Müllfahrzeuge um die Kurve kommen. Der Ausschuss erteilte den Auftrag dazu.

Ein schöner Sommerabend ist für die Anwohner der Zufahrt zum Bismarckturm in Steppach nicht immer nur mit Freude verbunden. Oft würden ihre Grundstücke nächtens von Besuchern zugeparkt, die die Aussicht auf Augsburg genießen wollen, so Bürgermeister Richard Greiner. Eigentlich wollte die Verwaltung die Schranke an der Stadtberger Straße weiter in Richtung Ort versetzen. Weil jedoch die Ortsstraße eine generell für alle befahrbare Straße sein muss, muss nun nach anderen Lösungen gesucht werden. Die Verwaltung will nun mit teilweise mobilen Pollern an den Straßenrändern und einem erhöhten Straßenbord dem wilden Parken Herr werden. Nicht alle Ausschussmitglieder waren von der wohl recht teuren Lösung überzeugt, zunächst soll aber in diese Richtung weiter geplant werden.

Nicht entsprochen haben die Ausschussmitglieder einem Antrag von Anwohnern, die Straße Am Himmelreich, die die Stadtteile Steppach und Westheim verbindet, im nicht asphaltierten Bereich zu sperren und mit einem Schild „Anlieger frei“ zu versehen. Hier bleibt alles, wie gehabt.

Wer bei einer Baustelle Fahrzeuge oder Material auf der Straße aufstellt oder lagert, muss das bei der Stadt beantragen und für die Zeit der Lagerung eine Gebühr bezahlen. Diese Sondernutzungsgebühr hat der Ausschuss jetzt stark erhöht für längere Standzeiten. Damit soll erreicht werden, dass öffentlicher Raum nicht so lange blockiert wird. (jah)

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