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Meitingen

23.04.2015

Keine Kleintiere in der Ballspielhalle

Für den großen Vorplatz der neu hergerichteten Ballspielhalle sind schon Planungen im Gange, denn er soll umgestaltet werden. Allerdings wird das sehr teuer. Derzeit geht die Gemeinde von 1,2 Millionen Euro aus. 
Bild: Foto: Margret Sturm

Der Hauptausschuss hat Leitlinien für die Nutzung der renovierten Halle diskutiert und dem Sport Vorrang eingeräumt. Auch die Vorbereitungen für die Umgestaltung des Hallenvorplatzes laufen. 

Welche Veranstaltungen dürfen künftig in der frisch renovierten Ballspielhalle stattfinden? Etwa auch Kleintierausstellungen? Fragen, mit denen sich der Haupt- und Finanzausschuss des Meitinger Marktgemeinderats am Dienstagabend befasst hat. Ein Grund für die Diskussion: Die SGL Kapelle hat angefragt, ob sie in der Halle nächstes Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum feiern kann. Dabei soll offenbar auch eine bekannte Band auftreten. Zudem möchte der ADAC Fahrrad-Prüfungen für Kinder in der Halle durchführen.

Messen und Ausstellungen sollen auf jeden Fall in der für 4,9 Millionen Euro umgestalteten Halle stattfinden, betonte Bürgermeister Michael Higl. Es sei schon lange ein Anliegen der Wirtschaftsgemeinschaft gewesen, dass Halle und Hallenvorplatz als potenzieller Standort für die mega, die Meitinger Gewerbeausstellung, dienen könnten, die bisher auf der Schlosswiese stattfindet. In der Halle seien deshalb Vorkehrungen getroffen worden, „dass die mega dort funktionieren kann“, so Higl weiter. Zum Schutz des Bodens sollen Platten oder Rollware ausgelegt werden.

Ein erster Entwurf für die Umgestaltung des Hallenvorplatzes, derzeit ein großer Parkplatz – könnte eventuell schon in der nächsten Sitzung des Marktgemeinderats präsentiert werden, berichtete der Bürgermeister weiter. Im Haushalt stünden dafür 1,2 Millionen Euro bereit. Die hohen Kosten würden vor allem durch die große Fläche verursacht.

Während also Messen und Ausstellungen durchaus erwünscht sind, sieht Bürgermeister Higl in Kleintierausstellungen beispielsweise für Hasen oder Geflügel „ein Problem“, wie er im Ausschuss sagte. Schließlich werde dort Sport getrieben. Auch FW-Fraktionschef Fabian Mehring teilte diese Ansicht und erklärte, die Halle solle in erster Linie dem Sport vorbehalten bleiben. Allerdings habe man viel Geld für ein neues Foyer ausgegeben, damit die Ballspielhalle auch für andere Veranstaltungen wie Konzerte in Frage komme. Die neue Tribüne, die jetzt in den Osterferien installiert wurde, und ein erweiterter Brandschutz machten dies durchaus möglich, bestätigte Bürgermeister Higl.

Man müsse sich auch Gedanken über die Gebühren machen, sagte CSU-Fraktionschefin Claudia Riemensperger. Dies sei aber erst möglich, so der Bürgermeister, wenn man einen Überblick über die neuen Betriebskosten habe. Wenn man die Halle anderen Nutzern überlasse, müsse danach aber auf jeden Fall geprüft werden, ob die teuren neuen Einbauten ordentlich hinterlassen wurden. All dies soll in einer neuen Hallenordnung seinen Niederschlag finden. Als Leitlinie hat der Ausschuss aber jetzt schon einstimmig Folgendes festgelegt: Vorrang soll der Sport haben. Das Jubiläum der SGL Kapelle kann nächstes Jahr in der Halle stattfinden. Auch Messen und die Fahrrad-Prüfungen des ADAC sind erlaubt, Kleintierausstellungen hingegen nicht.

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