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Oberschönenfeld

21.01.2019

Keiyona C. Stumpf erhält Kunstpreis des Landkreises

Neben ihrer üppig sprießenden Arbeit „Krone“ erhielt Keiyona C. Stumpf in Oberschönenfeld von Landrat Martin Seiler gleichsam als Krönung ihres Schaffens den Kunstpreis des Landkreises Augsburg überreicht.
Bild: Foto: Marcus Merk

Die Künstlerin aus Diedorf lässt üppige Formen den Raum greifen. Ihre dreidimensionalen Objekte sind in der neuen Ausstellung im Schwäbischen Museum zu sehen. 

Üppige Porzellanfiguren, aus denen florale und weiche Muster zu wuchern scheinen – vielschichtig sind die Arbeiten von Keiyona C. Stumpf. Für ihre „hervorragenden Leistungen im Bereich der Bildenden Kunst dreidimensional“ erhielt sie den mit 2500 Euro dotierten Kunstpreis des Landkreises 2018. Bis zum Sonntag, 10. März, ist eine Auswahl ihrer Objekte in der Sonderausstellung „Second nature“ in der Schwäbischen Galerie des Museums Oberschönenfeld zu sehen.

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Spätgotische Meister, neu interpretiert

„Die modernen Plastiken von Keiyona C. Stumpf, die als frei schaffende Künstlerin in Diedorf lebt und arbeitet, erinnern an Werke spätgotischer Meister“, sagte Martin Sailer, der erstmals in doppelter Funktion als Landrat und Bezirkstagspräsident in Oberschönenfeld war. „Ihre Arbeiten sind von einer inneren Dynamik getrieben, zeigen bei näherer Betrachtung Ansätze einer Weiterentwicklung, obwohl sie in das feste Material der Keramik, des Porzellans oder als Glaskunst gebracht worden sind.“

Landkreis Augsburg fördert die Kunst

Das Landkreis engagiere sich sehr, um den Menschen die Kunst näher zu bringen, ihren Kunstverstand zu fördern sowie auf regionale Künstler aufmerksam zu machen. „Kunst soll kein Fremdwort sein, dafür muss man auch nicht in die großen Metropolen fahren“, so Sailer weiter. Denn es gehe nicht nur um weltbekannte Künstler wie Pablo Picasso.

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Norbert Kiening hielt als Mitglied der Kunstpreis-Jury die Laudatio auf Keiyona C. Stumpf. „Es finden sich vorwiegend runde pflanzliche und tierische Formen ihn ihrem Werk“, so Kiening. „Was in der Ornamentik edel wirkt, erscheint bei näherer Betrachtung rätselhaft.“ So öffne sich zum Beispiel bei der Keramik „bosom buddy I“ auf den zweiten Blick schienbar ein Rippenbogen und lässt in einen fantastisch, surrealen mit vielen Strukturen gefüllten Brustkorb blicken.

Die Menschen haben nach Auffassung Keiyona C. Sturms „eine Art Sinn für das Schöne, und daraus resultiert, dass wir eine gewisse Ethik in uns haben“, zitierte Kiening die Künstlerin.

Schon in den frühen Zeichnungen, die im Erdgeschoss der Schwäbischen Galerie zu sehen sind, finden sich die Formelemente, welche die Künstlerin auch in ihren dreidimensionalen Objekten realisiert.

Spektakulär ist die Installation „second nature“ aus Papier und Kunststofffolie. Hier „wuchern“ florale Formen regelrecht über den Ausstellungsraum.

  • Die „Second nature“ Ausstellung ist bis zum 10. März, geöffnet jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr in der Schwäbischen Galerie des Museums Oberschönenfeld.

Wie der Kunstpreis einzuschätzen ist, lesen Sie hier: Neue Perspektiven auf alte Kunst

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