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Neusäß

05.07.2010

Kiesabbau nur im Osten

Am besten für den Kiesabbau geeignet, seien die Flächen im Osten der Hirblinger Straße in Neusäß. Zu diesem Ergebnis kommt das Ingenieurbüro Opla. Doch der Bürgermeister will nicht überall Löcher im Stadtgebiet.

Die Flächen im Osten der Hirblinger Straße in Neusäß nahe dem Güterverkehrszentrum (GVZ) seien am besten geeignet für Kiesabbau. Zu diesem Ergebnis kommt das Ingenieurbüro Opla, das für eine Änderung des Flächennutzungsplanes eine Untersuchung vorgenommen hat. Im Planungs- und Umweltausschuss unterstützte Ingenieur Werner Dehm das Vorhaben der Stadt, die Flächen für Kiesabbau zu konzentrieren.

"Wir wollen nicht überall Löcher im Stadtgebiet", begründete Bürgermeister Hansjörg Durz dieses Vorgehen. Der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Neusäß hatte daher bereits im April die Veränderungssperre für Kiesabbau nördlich der Täfertinger Straße (Antragsteller Hafner) verlängert.

Das Büro Opla hat mehrere Flächen im Norden der Stadt für Kiesabbau unter die Lupe genommen. Als Argumente gegen Abbauflächen im Osten von Täfertingen führte Dehm an, dass damit eine Erweiterung der Siedlung verhindert werde. Außerdem gebe es in diesem Bereich Bodendenkmäler. Als weniger gut geeignet stufte er auch das Gebiet nahe der Autobahn oder nördlich des neuen Gewerbegebiets an.

Kiesabbau nur im Osten

Zwei Grundstücke östlich der Hirblinger Straße bis zum GVZ können laut Dehm als sogenannte Vorrangflächen für Kiesabbau dargestellt werden. Wie berichtet, plant die Stadt dort nach dem Abbau einen Baggersee. Bürgermeister Durz warnte allerdings vor zu schneller Euphorie: "Bis wir dort ins Wasser hüpfen können, sind noch viele Hürden zu überwinden." Aber zumindest sei man bei der Planung schon einen Schritt weiter gekommen.

Probebohrungen in diesem Gebiet hätten bereits gute Ergebnisse für Kiesabbau geliefert, sagte Bauamtsleiter Gerald Adolf. Er regte allerdings an, den Abstand von der Straße zu den Abbaugebieten zu vergrößern - mit Rücksicht auf den ersten Eindruck, den Verkehrsteilnehmer von der Stadt bekommen, und mit Rücksicht auf die Nachbarn im Bärenkeller.

Wenn der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werde, sei damit Kiesabbau im übrigen Stadtgebiet ausgeschlossen, so Dehm. Bei Erfolg einer Klage dagegen, seien weitere Abbauanträge zu erwarten, der See sei nicht in Gefahr. (kar)

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