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Kinderbetreuung: Ein System vor dem Umbruch

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Kommentar Von Jana Tallevi
04.04.2019

Es ist schon ein gutes Jahrzehnt her, da wurde meinen Kindern im Kindergarten das Mittagessen regelmäßig von der Putzfrau ausgeteilt.

Die Frau hatte diese Aufgabe vor ihrem eigentlichen Dienst übernommen. Die Kinder liebten die rundliche Frau mit der Ausstrahlung einer echten Mama. Und sie liebte ihre Aufgabe. Dann war die Frau plötzlich weg, und auch für die Essensausgabe war pädagogisches Personal zuständig.

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Nun scheint das System Kinderbetreuung wieder vor einem Wendepunkt zu stehen: Es wird wohl nur noch wenige Monate dauern, dann werden in einigen Einrichtungen wieder bestimmte Aufgaben von Personen „mit pädagogischer Eignung“ übernommen werden, wie es jetzt schon manchmal in den Stellenanzeigen heißt. Die jungen Eltern werden sich mit dieser Situation arrangieren müssen und wohl auch können.

Profis den Rücken freihalten

Nicht jeder, der einen Berufsabschluss hat, ist deshalb schon ein guter Pädagoge, und umgekehrt gibt es auch „ungelernte“ mit echtem erzieherischem Einfühlungsvermögen. Sicher, es gibt genügend Aufgaben in der Förderung von Kindern, für die es echte und fundierte Fachkenntnis braucht. Und genau dafür müssen in Zukunft wohl auch Fachfremde den Profis den Rücken freihalten.

Wie sich die Situation im Augsburger Land darstellt, lesen Sie hier: Wie viel Erzieher fehlen in den Kitas im September?

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