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Meitingen

20.04.2019

Kindergarten am Freibad bekommt Dachterrassen

Das Modell zeigt den neuen Meitinger Kindergarten, in dem auch auf dem Dach gespielt werden kann.
Bild: Andreas Lode

Der erste Entwurf für das neue Gebäude in Meitingen steht. Eine Besonderheit sind die Außen-Spielflächen in luftiger Höhe.

Quadratisch, praktisch, gut. Dieses Motto passt nicht nur für Schokolade, sondern auch für Kindergärten. Besonders für den Entwurf, nach dessen Vorgaben der neue Kindergarten am Freibad entstehen soll. Dort sollen 100 bis 120 Kinder in fünf Gruppen betreut werden.

Der Gemeinderat konnte in seiner jüngsten Sitzung zwischen zwei Varianten wählen. Architekt Rainer Wilhelm aus Gempfing präsentierte zum einen ein lang gezogenes, geschwungenes Gebäude, bei dem alle Gruppenräume einen eigenen Zugang zum Garten haben. Die zweite Variante sah einen quadratischen Baukörper mit Dachterrassen vor, die als Spielfläche für die Krippenkinder genutzt werden können. Das Besondere daran: Diese Freiflächen könnten im Bedarfsfall schnell und ohne größere Probleme in zusätzliche Gruppenräume umgebaut werden. Es war schließlich vor allem dieser Vorteil, der den Ausschlag für die zweite Variante gab.

Neben einem Lift ist auch eine Rutsche vorgesehen

Neben quadratisch, praktisch, gut hat dieser Entwurf einige interessante Details zu bieten. So soll es in dem zweigeschossigen Gebäude, das an einen Pavillon erinnert, einen bepflanzten Innenhof geben. Dieser soll laut Auskunft des Architekten nicht nur für eine betonte starke Mitte im Haus sorgen, sondern auch Licht ins Innere das Gebäudes bringen. Neben einem Lift ist auch eine Rutsche vorgesehen, die vom Obergeschoss ins Erdgeschoss führt.

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Vorgesehen ist, dass die Gruppen des Kindergartens im Erdgeschoss untergebracht sind. Somit haben sie einen direkten Zugang zum Garten. Die Krippenräume befinden sich im Obergeschoss. Die Kleinsten können dort die Außenspielflächen auf dem Dach nutzen oder in den Garten gehen.

Kinder können nicht herunterstürzen

Architekt Wilhelm erklärte, dass die Außenspielbereiche im Obergeschoss so gesichert seien, dass kein Kind herunterstürzen kann. Außerdem sei auch die Leiterin des Meitinger Kindergartens mit in die Planung einbezogen worden, um zu sehen, was dem Personal wichtig ist. Diese Wünsche seien dann auch umgesetzt worden.

Das Gremium einigte sich schließlich auf die quadratische Lösung. Claudia Riemensperger (CSU) erklärte, dass man sich unbedingt die Möglichkeit einer Erweiterung offen lassen sollte und deshalb ihre Fraktion für diese Lösung sei, bei der obendrein weniger Fläche bebaut werden muss. Auch Günter Mederle (Freie Wähler) hielt diese Variante für einen Ansatz, der besser für die Zukunft geeignet sei, ebenso wie Matthias Mark (SPD), dem die modulare Bauweise gefiel.

Für den Entwurf mit dem lang gezogenen Gebäude machte sich Klaus Nebe (Freie Wähler) stark, der selbst Architekt ist. Er fand besonders den Gedanken bestechend, dass bei diesem Entwurf alle Gruppen einen direkten Zugang zum Garten haben. Allerdings konnte er sich mit dieser Meinung nicht durchsetzen.

Bau soll möglichst schnell beginnen

Die Planer sollen nun die Entwurfsplanung vorantreiben, um diese möglichst schnell bei den für die Zuschüsse zuständigen Stellen einreichen zu können. Ziel ist es, den Kindergarten möglichst schnell zu bauen.

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