1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Kindergartenbus wird in Fischach ausgebremst

Fischach

27.11.2019

Kindergartenbus wird in Fischach ausgebremst

Sollen die Kinder in Fischach und den Ortsteilen von einem eigenen Kindergartenbus zu den Betreuungseinrichtungen – unser Bild zeigt die Kindertagesstätte St. Vitus in Willmatshofen – gebracht werden? Diesen Wunsch einer Bürgerin aus Aretsried lehnte der Marktgemeinderat einstimmig ab. 
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Der Antrag einer Bürgerin wird nach einer lebhaften Diskussion einstimmig im Marktgemeinderat abgelehnt. Gesprächsbedarf liefern auch weitere Anträge.

Breiten Diskussionsraum widmeten die Mitglieder des Marktgemeinderats bei ihrer jüngsten Sitzung den Anträgen aus den Bürgerversammlungen. Vor allem die Errichtung einer Tempo-30-Zone und die Anschaffung eines Kindergartenbusses entfachten großen Redebedarf.

So hatte eine Bürgerin aus Aretsried gleich vier Anträge gestellt. Sie bat, auf den Spielplätzen und in den Kindergärten der Marktgemeinde die Schaukeln den Winter über hängen zu lassen. Die ganzjährige Spielgerätenutzung würde den Kindern körperlich zugutekommen. Bisher seien die Schaukeln aus Gründen der Verkehrssicherung abmontiert worden, machte Bürgermeister Peter Ziegelmeier aufmerksam. Das Gremium beschloss, vor einer Entscheidung beim Versicherungsträger nachzufragen.

Mehr Diskussionen löste die Forderung der Bürgerin nach einer Tempo-30-Zone aus. Als sehr gefährlich nannte sie speziell die Situation in der Pankratiusstraße bei Friedhof, Vereinsheim und Spielplatz. Alternativ konnte sie sich zur Einschränkung der Geschwindigkeit Schilder mit der Aufschrift „Vorsicht Kinder“ vorstellen.

Kindergartenbus wird in Fischach ausgebremst

Schilder allein schrecken Raser nicht ab

Schilder allein würden nichts bringen und Raser nicht abschrecken, meinten die Gemeinderäte Anton Eser und Michael Menner. Franz Fischer vertrat dagegen die Auffassung, dass Tempo 30 schon eine Signalwirkung habe. In der letzten Konsequenz liege es ausschließlich bei den Verkehrsteilnehmern selbst, sich an Regeln zu halten, wertete Bürgermeister Ziegelmeier. Mehrheitlich stimmte das Gremium schließlich gegen die Errichtung einer Tempo-30-Zone in der Pankratiusstraße sowie zwischen den Kreuzungen Hirten- und Gärtnerstraße in Aretsried. Im Gegenzug plädierte es, im Ortsteil an geeigneten und notwendigen Stellen „Vorsicht Kinder“-Schilder aufzustellen.

Viele Wortmeldungen gab es auch bei dem Antrag der Bürgerin, einen Kindergartenbus anzuschaffen. Dabei gehe es um die Sicherheit der Kinder und um den Schutz der Umwelt, hieß es in der Begründung. Eine Antwort mit Ja und Nein sei zu kurz gegriffen, erläuterte der Bürgermeister: „Um dazu eine Entscheidung zu finden, müssen Bedarf, Machbarkeit, Kosten und Erfahrungen anderer Gemeinden ermittelt werden.“ So sahen das auch Christine Disse-Reidel und Marianne Koos. Sie plädierten ebenfalls für eine Bedarfsfeststellung. Da die Kinder in den Einrichtungen zu individuellen Zeiten betreut werden, sei die Sache sicher nicht einfach, ergänzte Koos. Rudolf Linderl warf ein, dass die Kindergarten-Beschäftigten von einem Bus nicht begeistert seien. Dann gehe ihnen nämlich der persönliche Austausch mit den Eltern verloren. Auch die fälligen Kosten für die Eltern wurden thematisiert. Ines Penzhorn sah den Bürgerantrag als gut gemeint an, doch die Nachteile seien ihrer Meinung nach größer. Dem schloss sich Michael Menner an. Das Votum war dann einstimmig: Die Marktgemeinde schafft keinen Kindergartenbus an.

Mähen nur zweimal im Jahr?

Ein weiterer Bürgerantrag rückte die jährlich mehrfach durchgeführten gemeindlichen Mäharbeiten Am Anger in Reitenbuch in den Fokus: Eine Reduzierung auf jährlich zweimal wäre ausreichend. Der Bürgermeister verwies auf die grundsätzliche Bedeutung des Antrags. Es gebe Bürger, die sowohl das zu seltene als auch übermäßige Mähen rügen. Der Gemeinderat einigte sich hier darauf, in einer der nächsten Sitzungen über einen Mähplan zu entscheiden.

Einstimmig zurückgesetzt wurde auch die Entscheidung über die Einrichtung einer öffentlichen Toilette im Aretsrieder Friedhof. Zu diesem Thema steht nämlich auch noch ein Antrag zu einer behindertengerechten Toilettenanlage im Friedhof in Fischach an. Beratung und Entscheidung darüber sollen nun im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2020 erfolgen.

Ein letzter Bürgerantrag forderte die Gemeinde auf, sogenannte Notfalldosen zu beschaffen. Derzeit seien in Fischach noch 18 Behälter vorhanden, so Ziegelmeier. Diese können bei Bedarf kostendeckend im Rathaus abgeholt werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

28.11.2019

Ich hatte auch einen Antrag gestellt bei der Bürgerversammlung in Reitenbuch. doch leider wurde er nicht behandelt bei der Gemeinderatssitzung . Ich fragte den Bürgermeister wie weit das mit den Urnengräber in Aretsried sei.und ob da schon was unter nohmen wurde.denn heute lassen sich die meisten Menschen verbrennen und ziehen ein Urnengrab vor. Ob sich da mal was tun wird ,zeigt die Zukunft

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren