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Gablingen

24.01.2019

Kinderhaus: Warum es in Gablingen so lang dauert

Diese Aufnahme ist ein Jahr alt. Einige Sicherheitsmängel sind jedoch immer noch nicht beseitigt. 
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Sicherheitsmängel: Gablingens Bürgermeister Karl Hörmann weist die Vorwürfe zurück. Doch den Bürgern stößt so manches mehr sauer auf. 

Die Mängel sind schon bekannt, aber sie sind immer noch nicht beseitigt: Nicht begeistert waren die Fraktionsvorsitzenden im Gablinger Gemeinderat von einem Einschreiben, das ihnen Ende Dezember vergangenen Jahres zugegangen war. Die Sicherheitsbeauftragte der katholischen Kirchenstiftung St. Georg, die Träger des Kinderhauses im Gablinger Ortsteil Lützelburg ist, informierte über Sicherheitsmängel, die bei einer Begehung der Einrichtung im Februar 2018 festgestellt worden seien und die bislang immer noch nicht beseitigt wären.

„Ich lasse mich ungern zum Sündenbock abstempeln“, wehrte sich Bürgermeister Karl Hörmann gegen die Vorwürfe. Man habe an der Beseitigung gearbeitet und noch offene Punkte würden bei einer abschließenden Begehung geklärt werden. Es handle sich um Spiegelbefestigungen, um Abstände zwischen Treppenstufen und Bereiche, in denen sich die Kleinen möglicherweise die Finger klemmen könnten.

Schallschutz muss möglicherweise nachgebessert werden

Das offene Betreuungskonzept von Kindergarten und Kinderkrippe erfordere noch Nachrüstungen im Bestand, für die rund 5000 Euro investiert würden. Zu laut sei es in einigen Bereichen, deshalb müsse in punkto Schallschutz möglicherweise nachgebessert werden. „Das ist auch in der Schule Thema, deshalb haben wir ein Messgerät angeschafft und werden die Belastung prüfen“, so Hörmann.

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Schneeräumung: Aufgebrachte Bürger nutzten zu Beginn der Gemeinderatssitzung ihr Rederecht ausgiebig. Es könne ja wohl nicht sein, dass man als Anwohner einer Nebenstraße bei Schneefall sich selbst überlassen sei, berichtete Bettina Schuller aus Lützelburg von stecken gebliebenen Autos und von Problemen bei der Abholung von Kindern sowie bei der Versorgung von Angehörigen. „Wir zahlen dieselben Gebühren wie die Anwohner von Hauptstraßen und haben auch denselben Anspruch auf Leistungen.“

Der Bauhof räume bei Starkschneefall auch die Nebenstraßen, so Bürgermeister Karl Hörmann. In Absprache mit dem Bauhofleiter sei ein Fahrplan für die Räumfahrzeuge festgelegt worden, der Prioritäten setze.

Eine regelmäßige Räumung ist laut Bauamt nicht möglich

Hauptstraßen und Hanglagen werden dabei vorrangig geräumt und gestreut. Die regelmäßige Räumung aller Straßen im Gemeindegebiet sei aus Kapazitätsgründen nicht möglich, erklärte Bauamtsleiterin Helga Kraus auf Nachfrage. Zumal der Räumdienst auch das Gewerbegebiet und die Zufahrt zur JVA räumen müsse.

Es werde in Kürze eine Bekanntmachung zu den Winterdienstplänen für die Bürger geben. Selbstverständlich werde man im Notfall reagieren und ein Räumfahrzeug schicken, wenn Bürger sich in besonders schwierigen Situationen im Rathaus melden. „Das müssen aber Einzelfallentscheidungen bleiben“, so Kraus.

Hecken: Ein weiteres Ärgernis waren Anschreiben, die Besitzern von besonders wuchsfreudigen Hecken um die Weihnachtszeit ins Haus schneiten. Der Inhalt des Dokuments: bis Mitte Januar müssten Hecken, die auf die Gehwege hinaus ragen, zurückgeschnitten werden. Ansonsten werde die Gemeinde die Arbeiten auf Kosten der Hausbesitzer von einer Fachfirma erledigen lassen.

Zumindest eine Fristverlängerung bis Ende Februar müsse sein, denn die Pflanzen würden einen Rückschnitt bei starkem Frost nicht überleben, so die Forderung der Betroffenen. Kann man machen, aber grundsätzlich sei die Verpflichtung der Hausbesitzer, ihre Hecken im Zaum zu halten, ja nichts Neues, reagierte die Verwaltung auf die Vorwürfe.

So gar kein Verständnis für die Klagen hatte Gemeinderat Franz Rotter (CSU). Jeder Gartenbesitzer wisse ganz genau Bescheid über die Pflicht zum Heckenschnitt. Wenn es um drei Meter hohe Hecken gehe, seien auch Besitzer von ansonsten sterilen Rasenflächen ohne ein einziges Blümchen für die Insekten plötzlich Naturschützer, redete sich Rotter in Rage. „Ja sind wir denn im Kindergarten“, rief er in Richtung der Zuschauer.

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