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Soziales

31.08.2019

Kinderkrippe in der Bank wird rechtzeitig fertig

Noch immer blicken Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter, Erhard Tobiasch (Kirchenpfleger), Christian Gschwilm (Leiter der Kirchenverwaltung) und Elfriede Reiser (Leiterin der Katholischen Kindertagesstätte St. Georg) (im Hintergrund von links nach rechts) ein wenig ungläubig auf die Krippenkinder, die ab Montag im ehemaligen Gebäude der VR-Bank betreut werden.
Bild: Steffi Brand

Westendorf gewinnt Wettlauf mit der Zeit und baut Provisorium

Pünktlich zum neuen Kindergartenjahr öffnet am Montag die Krippen-Ausweichgruppe der Katholischen Kindertagesstätte St. Georg Westendorf im ehemaligen VR-Bank-Gebäude in der Hauptstraße in Westendorf. Nach der Abnahme der Einrichtung durch das Landratsamt und die St.-Simpert-Kirchenverwaltung in der letzten Augustwoche stand fest: Die Verantwortlichen aus Verwaltung, Kirche und Kindertagesstätte haben buchstäblich aus dem Nichts 15 weitere Plätze für Krippenkinder geschaffen.

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Ende Februar wurde der Gemeinderat mit der Tatsache konfrontiert, dass 15 Krippenkinder mehr angemeldet wurden, als die Haupt-Einrichtung in der Riedstraße an Kapazitäten zu bieten hat. Insgesamt sechs Gebäude wurden in Betracht gezogen, bevor die Entscheidung auf das ehemalige Bankgebäude fiel.

Für die Möglichkeit, das Gebäude anzumieten, bedankte sich Westendorfs Bürgermeister bei der Vermieterfamilie. Nach Ostern wurde der Mietvertrag unterzeichnet. Der Umbau, der das ehemalige Bank-Gebäude seit Ende Mai zur Krippe machte, erfolgte zu einem Großteil in Eigenregie.

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Die Tatsache, dass Westendorfs Bauhof-Mitarbeiter Thomas Wegner den Hauptteil der Umbauarbeiten in Eigenregie bestritt, trug maßgeblich zum Gelingen bei. „Mit externen Firmen wäre es in der Kürze der Zeit nicht gegangen“, erklärte Richter.

Die großen Einbauschränke im Spielbereich, in den zwei Schlafräumen und im Kreativraum, die der Kinderkrippe aktuell viel Stauraum bescheren, stammen noch aus der Zeit, als das Gebäude als Bank genutzt wurde. Diese Relikte aus alten Tagen interessierten die Kinder beim Probespielen jedoch herzlich wenig. Sie erkundeten zwei Tage vor dem ersten Krippentag neugierig ihren neuen Spielbereich inklusive Bausteinen, Spielküche und anderen Spielsachen. „Der Innenbereich ist fertig, im Außenbereich müssen wir noch ran“, erklärt Richter. Um den ehemaligen Parkplatz hinter dem Gebäude künftig als Außenspielfläche nutzen zu können, wird eine Einfriedung errichtet. Zudem werden ein Sandkasten und eine Hütte für die Fahrzeuge aufgestellt. Bis dahin geht es in den Pfarrgarten oder in den Garten der Kindertagesstätte, so Kita-Chefin Elfriede Reiser.

Drei Pädagogen werden sich um die Kinder kümmern. Die 350 Meter, die zwischen der Haupteinrichtung und der Außengruppe liegen, stellen für das Personal kein Hindernis dar. Kinder und Pädagogen fühlen sich bereits pudelwohl in ihrer neuen Krippe, doch diese Lösung ist nur auf Zeit.

Die Betriebserlaubnis für die Krippe im ehemaligen Bankgebäude beläuft sich auf zwei Jahre und ließe sich noch um ein weiteres Jahr erweitern. Dieser Zeitplan deckt sich mit einem anderen Terminplan: In der letzten Augustwoche stand nämlich nicht nur die Abnahme der provisorischen Krippe an, sondern auch die Einreichung des Förderantrags für die Erweiterung des Bestandsgebäudes in der Riedstraße (wir berichteten). Wird die Erweiterung bewilligt, müssen diese Baumaßnahmen bis spätestens 2022 umgesetzt werden. (brast)

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