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Provisorium

11.05.2019

Kinderkrippe kommt in alter Bank unter

Hier, im ehemaligen Gebäude der VR-Bank in der Hauptstraße 29 in Westendorf könnten ab September bereits 15 Krippenkinder betreut werden – doch der Zeitplan ist straff. Foto: Steffi Brand

Die Gemeinde Westendorf schafft mit einer Notlösung 15 neue Plätze. In den ehemaligen Schalterraum kommt ein WC-Container

„Verhalten optimistisch“ blickt Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter auf die Herausforderung, die die Gemeinde Westendorf aktuell mit Blick auf die Kinderbetreuungssituation zu stemmen hat. Diese sieht so aus (wir berichteten): Ab September fehlen 15 Krippenplätze in Westendorf. Die bestehende Krippe in der Kindertagesstätte St. Georg ist mit 15 Kindern voll belegt. Im Kindergarten gibt es gerade noch drei freie Plätze.

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Um die fehlenden 15 Krippenplätze möglichst bis zum September bereitstellen zu können, wird an vielen Ecken auf Hochtouren gearbeitet. Einstimmig entschieden die Gemeinderäte, dass sie neue Betreuungsplätze schaffen wollen, dass die Gemeinde das zu erwartende Defizit (das noch nicht beziffert werden konnte) begleichen werde und, dass die frühere VR-Bank vorübergehend als Provisorium genutzt werden soll.

In den nächsten Tagen soll der Mietvertrag für das Gebäude in der Hauptstraße 29 unterschrieben werden. Steht das Konzept seitens der Kindertagesstätte sowie die Personalplanung, bei der aktuell sieben pädagogische Kräfte im Gespräch sind, kann das Defizit berechnet und die Defizitvereinbarung unterzeichnet werden. Dann kann mit dem Umbau des ehemaligen VR-Gebäudes begonnen werden, das als Provisorium für zwei Jahre dienen soll. Der Umbau muss so gestaltet sein, dass nach dem Ende der provisorischen Lösung alles wieder rückgängig gemacht werden kann. Das wurde mit dem Vermieter so vereinbart.

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Ein Blick auf die Innenraumaufteilung zeigt einen Gruppenraum von 58 Quadratmetern, zwei Ruheräume mit 19 und 21 Quadratmetern, einen Essensraum, eine Garderobe und einen Intensivbereich.

Die bestehende Raumaufteilung ist dafür gut geeignet, nur der Wickelraum sowie die zwei vorgeschriebenen Lerntoiletten bilden eine bauliche Herausforderung im Erdgeschoss. Richter erklärt: „Das Ziel muss sein, einen kleinen WC-Container in der alten Schalterhalle einzubauen. Wir bauen quasi Raum in Raum.“ Das ist nötig, um den Rückbau nach Ablauf der provisorischen Unterbringung zu ermöglichen. Im Obergeschoss befinden sich der Personalraum, der Elternwarte- und Besprechungsbereich sowie eine Küche.

Diese provisorische Lösung bedingt auch, dass sich die Gemeinde binnen zwei Jahren Gedanken darüber machen muss, wie es anschließend mit der Kinderbetreuung im Ort weitergehen soll. Ob eine Erweiterung, ein Neubau, ein Anbau oder eine andere Lösung angestrebt wird, ist aktuell noch offen. Derzeit werden alle Kräfte gebündelt dafür eingesetzt, dass ab September – oder „spätestens ab Oktober“, wie Richter erklärt – die fehlenden Betreuungsplätze im Ort angeboten werden können.

Übrigens: Nur weil es sich um ein Provisorium handelt, wurde die Genehmigung erteilt, dass die Krippengruppe 15 Kinder umfassen darf. Eigentlich sind 12 Kinder pro Krippengruppe mittlerweile die maximale Gruppenstärke, die auch die Planungen für die Lösung nach dem Provisorium berücksichtigen müssen.

Das Feuerwehrauto ist werkstattreif

Das Feuerwehrfahrzeug LF8 und die Tragkraftspritze TS8 der Westendorfer Feuerwehr sind aktuell außer Gefecht. Das Fahrzeug ist abgemeldet. Bei einer Überprüfung in seiner Funktion als Maschinist hat Robert Meierhold Defekte an beiden Teilen des Feuerwehrequipments festgestellt. Nun wird das Fahrzeug für knapp 13200 Euro und die Tragkraftspritze für gut 2500 Euro repariert.

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