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Meitingen

26.01.2019

Kinobetreiber wünschen sich mehr Blockbuster

Im vergangenen Jahr wurde in Meitingen das Cineplex mit sieben Kinosälen und rund 800 Plätzen eröffnet. Die Bilanz der ersten Monate fällt durchwachsen aus. Einer der Hauptgründe dafür ist der lang anhaltende Sommer.
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Im vergangenen Jahr wurde in Meitingen das Cineplex mit sieben Kinosälen und rund 800 Plätzen eröffnet. Die Bilanz der ersten Monate fällt durchwachsen aus. Einer der Hauptgründe dafür ist der lang anhaltende Sommer.
Bild: Marcus Merk

Zwei Faktoren trüben etwas die Zahlen. Heiner Lauterbach und der neue Immenhof-Film locken aber viele Besucher ins acht Millionen teure Cineplex.

Es war ein aufregendes Jahr 2018 für das neue Kino in Meitingen, für die Bauherren – die Familie Rusch – und die Mitarbeiter. Am 17. März wurde nach langer Bauphase das neue, rund acht Millionen teure Cineplex im Einkaufsgebiet Via Claudia mit sieben Kinosälen auf zwei Etagen und 800 Sitzplätzen eröffnet.

Nun zieht Andreas Reiser, der Theaterleiter des Kinos, Bilanz. Reiser betreut innerhalb der Kino-Gruppe-Rusch die Standorte Königsbrunn und Meitingen. „Trotz vieler toller Highlights war es ein durchwachsenes Kinojahr“, erklärt er in einer Pressemitteilung. Er zielt damit auf den Jahrhundertsommer ab. Bei herrlichem Badewetter zieht es weniger Besucher ins Kino. Hinzu komme eine „durchaus verbesserungswürdige Filmversorgung seitens der Filmverleiher“. Laut Auskunft von Pressesprecherin Susanne Greger hätte man sich mehr Blockbuster gewünscht, die die Besucher ins Kino strömen lassen. Reiser sagt dazu: „Es sind die beiden einzigen Stellschrauben an denen wir wirklich nichts optimieren können: Wetter und Filmverleih. „Doch im Bundesvergleich machen sich die angemessenen Preise und das starke lokale Engagement unserer Mitarbeiter vor Ort bezahlt und lassen uns gegenüber dem Gesamtmarkt sehr gut aussehen.“

Jährlich mit 150.000 Besuchern kalkuliert

Die Betreiberfamilie Rusch hatte im Vorfeld erklärt, dass sie jährlich mit rund 150.000 Besuchern rechnen. Tatsächlich kamen laut Angaben der Familie Rusch seit der Eröffnung im März rund 110.000. Rechnet man diese Zahl auf ein Jahr um, so fehlten heuer knapp 9000 Zuschauer, um die Erwartungen zu erfüllen. „Dennoch sei man angesichts der Umstände mit diesen Zahlen und der Entwicklung zufrieden.“

Die Kinobetreiber schauen optimistisch in die Zukunft. Sie setzen auf Filme, die vermutlich viele Besucher anlocken werden. Dies sind unter anderem der Streifen „Plötzlich Familie“, der am 24. Januar anläuft, der „Club der roten Bänder“ am 14. Februar und besonders „Drachen zähmen leichtgemacht 3“, der zum 7. Februar bundesweit auf die Leinwand kommt. Dazu zählen aber auch „Avengers Endgame“ ab 25. April oder das Remake von „König der Löwen“ im Juli.

Der neue Immenhof lockt viele Zuschauer ins Kino

Dass im Lechtal für einen Kinofilm gedreht wird, ist schon eine Besonderheit. Dass das Gut Schwaighof bei Nordendorf auch noch der neue Immenhof wird, lockt derzeit viele Zuschauer ins Meitinger Kino. Sie wollen wissen, wie die Gegend im Film rüberkommt. Laut Pressesprecherin Greger lässt sich das große Interesse auch an den Besucherzahlen ablesen. So wollten sich in Meitingen bisher schon 864 Besucher die neuen Pferdeabenteuer ansehen. Zum Vergleich: In Aichach waren 336 und in Königsbrunn 295.

Geändert hat sich übrigens das Kundenverhalten. Kinoleiter Reiser erklärt, dass mittlerweile 42 Prozent der Karten online verkauft werden. Der Vorteil für den Kunden ist, dass er bereits von zu Hause eine platzgenaue Sesselauswahl hat. Als neues Produkt brachte auch das Meitinger Cineplex das „30-Tage-Ticket“ – sprich eine Dauerkarte für 30 Tage, die 30 Euro kostet.

Als ein Renner entpuppte sich übrigens auch die Möglichkeit, Kindergeburtstage im neuen Kino zu feiern. 267 Mal wurde diese Möglichkeit seit März genutzt.

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