1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Kirchenaustritte: Es gibt viele Auslöser

Kirchenaustritte: Es gibt viele Auslöser

Christoph Frey.jpg
Kommentar Von Christoph Frey
20.03.2019

Die Tendenz ist klar: 2018 sind im Augsburger Land mehr Menschen aus den Kirchen ausgetreten als im Jahr zuvor.

Ein ungewöhnlicher Ausreißer sind die vergangenen zwölf Monate dennoch nicht. Nehmen wir nur die beiden größten Städte des Landkreises. In Königsbrunn und Gersthofen war 2014 für die beiden Kirchen mit 256 beziehungsweise 195 Austritten ein wesentlich schlechteres Jahr.

Damals musste auf katholischer Seite die Empörung über die Protzbauten des Limburger Bischofs als Begründung herhalten, die sich – im Vergleich zu den Missbrauchsskandalen – nahezu niedlich ausnehmen. Kurz gesagt: Es kann viele Auslöser geben, die Mitglieder der Kirche dazu bringen, dieser endgültig den Rücken zu kehren.

Zunächst gibt es eine Phase der Entfremdung

Laut einer vor einigen Jahren veröffentlichten Studie des Bistums Münster lehnen nur 56 Prozent der Gläubigen einen Kirchenaustritt kategorisch ab. Die knappe Hälfte hat mindestens schon darüber nachgedacht – sei es nun aus Enttäuschung oder schlicht, weil sie sich die Kirchensteuer sparen wollen. Der Dinkelscherber Pfarrer Martin Gall sagt, dass den Austritten meist eine Phase der Entfremdung vorangeht. Verkürzt gesagt: Auf leere Gotteshäuser folgt die Austrittswelle.

Wie die Situation im Augsburger Land ist, lesen Sie hier: Die Zahl der Kirchenaustritte steigt deutlich an

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren