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Fest

20.11.2019

Kirchenjubiläum: Früherer Ortspfarrer wird Ehrenbürger

Ellgaus Bürgermeister Manfred Schafnitzel (rechts) verlieh bei der Feier zum 25. Jubiläum des Ellgauer Gotteshauses Pfarrer Hermann-Josef Lampart die Ehrenbürgerwürde der politischen Gemeinde Ellgau.
Foto: Rosmarie Gumpp

Neubau der Ellgauer Kirche wurde vor 25 Jahren eingeweiht. Der Geistliche Hermann-Josef Lampart trieb damals den Neubau voran

Für die Kirchengemeinde Ellgau war der 13. November 1994 ein besonderer Festtag. Vor 25 Jahren weihte der damalige Diözesanbischof Viktor Josef Dammertz das neu erbaute Ellgauer Gotteshaus ein. Ein Vierteljahrhundert später feierte Weihbischof Florian Wörner einen Festgottesdienst zum Weihejubiläum in St. Ulrich. Dies war nun für die politische Gemeinde Ellgau der Anlass, dem langjährigen Ellgauer Ortsgeistlichen Hermann-Josef Lampart, Bischöflicher Rat im Ruhestand, die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Der Geistliche verbringt seinen Lebensabend bei den Barmherzigen Schwestern in Augsburg-Göggingen und gilt als einer der Hauptorganisatoren des Ellgauer Kirchenbaus. Der heute 91-jährige Hermann-Josef Lampart wirkte in den Jahren 1988 bis 2000 als Priester für Christkönig in Nordendorf und St. Ulrich in Ellgau.

Sichtlich gerührt nahm der Geistliche, „ohne den es die Ellgauer Kirche nicht geben würde“ – so der langjährige Kirchenpfleger Georg Zwerger – von Bürgermeister Manfred Schafnitzel die Auszeichnung entgegen. Den Festgottesdienst gestalteten der Kirchenchor unter Leitung von Elke und Konrad Eser mit der Mozartmesse und der Musikverein Ellgau mit einem Choral. In seiner Festansprache erinnerte Weihbischof Florian Wörner daran, dass das Haus Gottes vor 25 Jahren erbaut wurde, um Gott die Ehre zu erweisen. „Der heilige Bischof Ulrich, Ihr Kirchenpatron, hatte stets eine offene Hand für die Armen“, so der Hirte. Weihbischof Florian Wörner, Pfarrer Norman D’Souza (Leiter der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf-Westendorf), Hermann-Josef Lampart, Kaplan Sanoj, Pfarrer Linson und Stadtpfarrer Gregory Herzel aus Landsberg/Lech zelebrierten die feierliche Eucharistie beim Festgottesdienst.

Zur weltlichen Feier ging es in die vom Obst- und Gartenbauverein dekorierte Ellgauer Mehrzweckhalle. Kirchenpfleger Martin Koch führte durch das nachmittägliche Programm. Bürgermeister Manfred Schafnitzel sprach ein Grußwort. Georg Zwerger erzählte Wissenswertes zur Entstehungsgeschichte des Ellgauer Gotteshauses. Peter Weber dokumentierte in seiner Ausstellung die Entstehungsgeschichte des Gotteshauses von der Grundsteinlegung im Jahre 1993 bis zur Einweihung 1994. Josef Gogl, zeigte einen Film über die Einweihungsfeierlichkeiten. Nach Kaffee und Kuchen konnte das Gotteshaus noch einmal bei einer Kirchenführung besichtigt werden. Ein Abendlob unter der Regie von David Monfroy beendete den Festtag. Die Gruppe Generations (Hubert Malik) erfreute mit modernem geistlichen Liedgut.

Der Bau der Ellgauer Kirche hat eine lange Geschichte. Bereits unter Pfarrer Hermann Zimmerer (1963 bis 1988 in Ellgau und Nordendorf) kam der Gedanke zum Bau einer Kirche auf. Im Juli 1993 war die Grundsteinlegung, 1994 dann die Einweihung. Auch ein neuer Turm wurde genehmigt, denn vier Glocken mussten untergebracht werden.

Die Inneneinrichtung wurde bei dem Künstler Norbert Zagel in Eggelhof/Achsheim in Auftrag gegeben. Der Kirchenneu- und -umbau kostete 5,7 Millionen DM. 1,55 Millionen DM musste die Gemeinde selbst aufbringen.

Die „neue“ Kirche – nach den Plänen der Architekten Hugo Fischer und Harald Lachenmayer – hatte bald ihren Platz in Ellgau eingenommen. Das Kirchenensemble der jüngsten Kirche in der Diözese Augsburg besteht aus einem barockisierten Altbau und einem hellen Neubau.

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