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Großprojekt

20.07.2018

Kita St. Fridolin: Kommt jetzt ein Neubau?

Anbau oder neues Haus auf dem Schulgelände? In Ustersbach geht’s um den Unterschied von zwei Millionen Euro

Wird die akute Raumnot in der Kindertagesstätte St. Fridolin mit einem Anbau am bisherigen Gebäude an der Eisbühlstraße oder einem Neubau auf dem Schulgelände gelöst? Beide Varianten wurden bei der jüngsten Gemeinderatsitzung von den dazu beauftragten Architekten im Rahmen einer Machbarkeitsstudie vorgestellt. „Wir wollen in der gegebenen Situation das beste Resultat finden“, verdeutlichte Bürgermeister Maximilian Stumböck.

Wenn sich der Gemeinderat für einen kompletten Neubau der Kindertagesstätte entscheidet, dann würde das Gebäude auf dem Schulgelände und einer danebenliegenden Fläche, die allerdings noch nicht im Besitz der Kommune ist, realisiert. Der geplante Bau erstreckt sich mit Sicht auf den bisherigen Eingangsbereich auf der linken Seite neben dem bereits bestehenden Trakt. „Bei einem Neubau kann dort alles bestehen bleiben, auch die Sportplätze“, machten die Mindelheimer Architekten Anna und Peter Kern aufmerksam.

Bei dem präsentierten Plan erreicht der Besucher ebenerdig und barrierefrei über den Eingang das Foyer, von dort geht es teilweise über einen Flur zu den übrigen Räumen. Über eine Treppe kommt man in den Hortsektor. Vom Treppenhaus erhält man auch Zutritt zum Schulbereich. Die Nutzungsfläche im Innern summiert sich auf insgesamt rund 470 Quadratmeter, die Außenanlage für den Kindergarten- und Hortbereich auf 500 und die der Kinderkrippe auf circa 165 Quadratmeter. Angedacht sei der Neubau ohne Keller und in Holz- beziehungsweise Modulbauweise, erklärte Anna Kern.

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Die Architekten sahen in einem Neubau drei Vorteile: die räumliche Nähe zur Schule, die Nutzung von Synergieeffekten und eine mögliche Erweiterbarkeit des Gebäudes. Die Kosten bezifferten sie überschlagmäßig auf rund 2,744 Millionen Euro. Der Kaufpreis für das Grundstück käme noch hinzu, ergänzte der Bürgermeister.

Bei einem Anbau an die bestehende Betreuungseinrichtung wäre keine komplette Überholung des alten Gebäudes notwendig, informierte der Mickhauser Architekt Roland Rieger. Der Altbestand bliebe relativ unberührt. Der Anbau werde lediglich angedockt. Seiner Variante liegen das gleiche Raumprogramm und dieselben Förderzuschüsse wie beim Neubau zugrunde.

Neu gegenüber dem Istzustand seien acht schräg stehende Parkplätze um die Effektivität des Vorplatzes zu steigern. Die jetzige Situation nannte er „unglücklich“. Im Innenbereich schlug er die Schaffung eines größeren Foyers vor, um über einen Flur zum Anbau zu gelangen. Von dort sind wie bei der Neubau-Variante die diversen Räume, Garderoben und Sanitäranlagen erreichbar. Das Obergeschoss beinhaltet einen Hausaufgabenraum. Der restliche Dachraum könnte als Lager genutzt werden, meinte Rieger. Dem Anbau vorgelagert sei eine überdachte Terrasse.

Auch Rieger plädierte für eine Erstellung in Holzbauweise, allein schon wegen des dadurch erzielenden raschen Aufbaus. Der Anbau werde viel Glas aufweisen, das Flachdach eine leichte Begrünung. Das Grundstück werde zwar intensiv bebaut, dennoch sei auch hier eine Raumerweiterung möglich. Die reinen Baukosten bezifferte der Architekt auf rund eine Million Euro.

Notwendig wird die Kita-Erweiterung durch den weiter zunehmenden Bedarf an Plätzen. Die Gemeinde plant deshalb in Absprache mit dem Träger, der katholischen Pfarrkirchenstiftung, eine bauliche Lösung. Im Vorfeld betonte bereits Bürgermeister Stumböck, dass der Mehrbedarf an Kita-Plätzen nicht von kurzfristiger Dauer sei. Bedingt durch die neuen Baugebiete und steigenden Geburtenzahlen sei auch mittelfristig mit weiterem Platzbedarf auszugehen.

Momentan hat das Landratsamt Augsburg bis zu 50 Plätze in der Kita und bis zu 16 Plätze im Schulkind-Hort genehmigt. Um der Raumnot zu begegnen, lässt die Gemeinde im Spätsommer einen Interimscontrainer aufstellen. Er soll den Engpass für rund zwei Jahre beheben.

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