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Adventskonzert

06.12.2016

Klänge aus aller Welt vor dem Fest

Musik aus verschiedenen Ländern spielte das Symphonieorchester Stadtbergen im Bürgersaal.
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Musik aus verschiedenen Ländern spielte das Symphonieorchester Stadtbergen im Bürgersaal.

Symphonieorchester Stadtbergen gibt sich diesmal international

Wie klingt der Advent in anderen Ländern, wie freut man sich musikalisch auf das Fest in England, den USA, in Russland, Frankreich und natürlich bei uns in Deutschland? Das Symphonieorchester Stadtbergen bot im fast ausverkauften Bürgersaal eine internationale Mischung aus Kompositionen, die zwar vom traditionellen Repertoire deutscher Adventskonzerte abwich, die aber trotzdem eine übergreifend vertraute Stimmung aufkommen ließ. Chefdirigentin Irene Anda, Norwegerin, versprach in ihrer Moderation eine abwechslungsreiche Folge klingender Adventsraritäten, die von nachdenklich und meditierend, über fröhlich bis festlich reichte.

Und festlich pompös begann das Konzert mit David Clydesdales „Christmas Hymn“. Hier konnte sich besonders schon der üppig-prächtige Bläserapparat in Szene setzen. Doch auch die Streicher profilierten sich, noch mehr in der Orchesterbearbeitung dreier Weihnachtslieder von Ralph Vaughan Williams: Weiche melodische Wellen münden in fröhliche Märsche und in einen temperamentvoll gesteigerten Schluss.

Prominenter Gast war Prof. Dominik Wortig, Leiter der Gesangsklasse am Leopold-Mozart-Zentrum. Engelbert Humperdincks „Das Licht der Welt“ geriet mit seinem in allen Registern glänzenden Tenor zum Juwel voller Ausdruckstiefe. Mit Student Matthias Lika, dessen Bariton ihn in milden Bögen umspielte, wurde auch „Ave Verum“ von Karl Jenkins zum innigen Ereignis. Nach Paul Barkers „Gloria“ gab es schließlich Lieder aus Irene Andas Heimat zu hören. Jennylee Mai sang mit fein timbriertem Sopran Edvard Griegs „Vuggesang“ (Wiegenlied) und „Juletreet“ (Christbaum) – man glaubte eine verschneite norwegische Landschaft zu „hören“.

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Nach der Pause präsentierte sich das von Irene Anda souverän geleitete Orchester mit festlich-farbigen Stücken. Tschaikowskys „Christmas Walz“ kam mit tänzerischem Schwung. Ein musikalisch toll illustriertes Klangabenteuer ist Howard Blakes Filmmusik zu „The Snowman“, mit Jennylee Mai.

Nach dem von Wortig brillant gesungenen „Agnus Dei“ von Bizet wurde es wunderbar turbulent. Leroy Andersons „Christmas Festival“ ist ein pulsierender Leckerbissen, in dem alles köstlich aufbereitet wird: zündender Swing, launig imitierte barocke Tanzanmutungen, sanft eingewebte Weihnachtslieder von „Stille Nacht“ bis „Jingle Bells“. Dies wurde mit viel Pep, Bläsersound, schönem Streicherklangteppich samt präzis kernig gezupften Bass-Lines zum Höhepunkt geführt.

Brausender Beifall und als Zugabe Andersons nicht minder attraktiver Hit „Sleigh Ride“, eine Schlittenfahrt mit Glöckchenzauber, Peitschenknall und Pferdegewieher vom Blech.

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