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Fischach/Langenneufnach

16.01.2019

Klassenzimmer im Freien: Spurensuche im Winterwald

Im Winterwald erklärt Stefanie Rieger den Grundschülern aus Fischach und Langenneufnach welche Spuren eine Vogelfeder aufweisen kann.
Bild: Eva Neubarth

Die Erst- und Drittklässler der Fischacher und Langenneufnacher Grundschule verlegen ihr Klassenzimmer nach draußen und suchen nach heimischen Tieren.

Dicke Schneeflocken fallen vom Himmel und tapfer stapfen die Fischacher und Langenneufnacher Grundschulkinder durch den tief verschneiten Wald in Oberschönenfeld. Sie haben an diesem Tag das Klassenzimmer einfach nach draußen verlegt und wollen nun Spuren heimischer Tiere entdecken. Möglich ist dies im Rahmen der „Naturpark-Entdeckertage“.

Die erfahrenen Spurenleserinnen entdecken im Wald Federn. Von welchem Vogel stammen sie? 

Der Verband Deutscher Naturparke hat in Zusammenarbeit mit dem Sponsor Cosmos-Direkt ein Programm auf den Weg gebracht, das Kindern den Zugang zur Natur ermöglichen und Informationen über die Natur erlebnisorientiert vermitteln soll. Für solch eine Aktion ist der Naturpark Augsburg - Westliche Wälder der ideale Partner, beschäftigt doch das Naturpark-Haus in Oberschönenfeld erfahrene Kräfte, die auch schon zu verschiedenen Gelegenheiten mit der „Staudenschule“ gearbeitet haben.

Dick eingemummt und erwartungsvoll kamen die Erst- und Drittklässler vormittags zum Treffpunkt und der Ausflug konnte beginnen. Und zwar mit einer Pause. Denn vor dem anstrengenden Marsch durch den tiefen Schnee stärkten sich die Kinder mit Brezen und alkoholfreien Kinderglühwein. Dabei trafen sie ihre Begleiterinnen Helga Sterzik-Wiebe, Edith Pompedit und Stefanie Rieger.

Die Kinder lösten kleine Lawinen aus und lernten dadurch etwas über die Gefahren des Schnees

Die erfahrenen Spurenleserinnen entdeckten schnell im zauberhaften Winterwald Federn und konnten so erkennen, ob der Vogel einem Habicht oder einem Fuchs zur Beute geworden war. Doch dies blieb nicht das einzige Erlebnis. Wer hat den Fichtenzapfen abgefressen? War es ein Eichhörnchen? War es eine Maus? Dies ließ sich anhand der Fraßspuren genau bestimmen. „Das ist toll“, riefen die Mädchen und Buben. „Das hätte wir allein nie gefunden“. Und schon schlüpften sie in ein offengelassenes „Rehloch“.

Die Mützen von Schnee behangen stapften die Kinder bergauf und bergab, es wurden kleine Lawinen ausgelöst und so konnten die Gefahren der weißen Pracht erklärt werden. Den besonderen Zauber einer Winterlandschaft macht auch ihre Ruhe aus. Und um dies zu erleben, legte sich die Truppe in den Schnee und spürte dem Gefühl von Stille nach. „So kennt man die Kinder eigentlich nur aus Winterbildern“, sagte Klassenlehrerin Roswitha Schwarz: So glücklich – einfach nur glücklich!“

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