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Finanzen

31.01.2019

Knapp bei Kasse

Emersacker will wieder einen ausgeglichenen Haushalt. Die Gemeinderäte verdoppeln den Kassenkredit auf eine Million Euro

Die Gemeinde Emersacker muss ihren Kassenkredit erhöhen: So kann ein ausgeglichener Haushalt gelingen. Derzeit befindet sich die Gemeinde in einer „haushaltslosen Zeit“. Das heißt: Es besteht ein eingeschränkter finanzieller Handlungsspielraum.

Die Gemeinderäte brachten jetzt das Zahlenwerk auf den Weg. Günther Tauber, Geschäftsstellenleiter und Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Welden, erläuterte kleine Veränderungen, die sich seit der Sitzung zwölf Tage zuvor ergeben hatten. Weiterhin unklar seien auf der Einnahmenseite die Höhe der Schlüsselzuweisungen und Umlagen an die Schulverbände. Tauber betonte, dass der Haushalt sehr stark abhängig von nicht beeinflussbaren Faktoren sei – zum einen die staatlichen Zuschüsse für den Bau der Kindertageseinrichtungen sowie die Verkaufserlöse im Neubaugebiet. Der Kassenkredit solle von einer halben auf eine Million Euro erhöht werden, damit die Kasse liquide bleibt, so Tauber.

Bürgermeister Michael Müller erklärte, dass mit dem Fördergeld für die Kinderkrippe (200000 Euro) im März zu rechnen sei. Eine Teilauszahlung (300000 Euro) des Zuschusses für den Kindergarten sei zugesagt, jedoch frühestens im August. Müller berichtete, er habe zudem mit dem Landtagsabgeordneten Georg Winter einen Termin beim Regierungspräsidenten.

Für den Haushaltsplan mit der Erhöhung des Kassenkredits und der Aufnahme eines Darlehens stimmte die Mehrheit der Gemeinderäte (10:2). Mit diesen Beschlüssen sei die Gemeinde wieder in geordneten Bahnen, erklärte Tauber. Jetzt könne der Haushalt im Landratsamt vorgelegt werden. Erst nach der Genehmigung habe man Planungssicherheit und könne die notwendigen Kredite von rund 900000 Euro beantragen. Mit der öffentlichen Bekanntmachung des Haushalts endet dann die „haushaltslose Zeit“ für die Gemeinde.

In Kürze wird im Neubau mit dem Trockenbau und Innenputz gestartet. Die Estricharbeiten sind im März geplant. Die Ausschreibungen für die Sanierung des Klosters werden derzeit vorbereitet. Diskutiert wurde über die künftige Küche. Sollte in Zukunft das Mittagessen für die Kinder selbst gekocht werden, sind die Anforderungen andere als für den alltäglichen Kindergartenbetrieb.

Der Treppenturm am Saalgebäude ist nach dem Brand wieder gereinigt. Die Kosten für de Arbeiten trägt die Versicherung. Die Arbeiten im Gemeindesaal sollen noch diese Woche abgeschlossen werden. Im Mansardengebäude hat sich durch das Löschwasser vom Brand Schimmel gebildet. Denkmalschutz, Versicherung und Architekt werden demnächst besprechen, wie es weitergehen soll. Vergeben werden könnte der Auftrag für die Fenster. Dies sei auch nötig, um die Feuchtigkeit aus dem Gebäude zu bekommen. Die Fensterfirma könnte jedenfalls sofort beginnen. Wegen der haushaltslosen Zeit muss jedoch zuvor mit der Versicherung besprochen werden, ob der Auftrag vergeben werden kann. In den nächsten Wochen wird auch die Stuckreinigung vorgenommen.

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