Newsticker

Carneval in Rio fällt wegen Corona-Pandemie aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Knapp eine Million für neuen Asphalt

Bauausschuss

08.03.2013

Knapp eine Million für neuen Asphalt

Die Ludwig-Hermann-Straße in Gersthofen wird im Sommer saniert

Gersthofen Die Anwohner der Ludwig-Hermann-Straße in Gersthofen dürfen sich in Zukunft auf ein paar Baustellen vor ihrer Tür gefasst machen. Der Bauausschuss verabschiedete am Mittwoch einstimmig den Plan, die Straße zu sanieren. Die Ludwig-Herrmann-Straße ist eine der zentralen Straßen im Stadtgebiet Gersthofen, gleich sechs Buslinien aus Gersthofen und Augsburg führen dort durch. Nun ist der Asphalt im südlichen Teil der Straße zwischen Berliner Straße und Kirchstraße sanierungsbedürftig. Derzeit müsse nur die oberste Schicht erneuert werden, erklärte Tiefbauamtsleiter Stefan von Rechenberg. Da auch die Flotowstraße, die Welserstraße und die Robert-Bosch-Straße neuen Asphalt benötigen, kostet das die Stadt schätzungsweise 903000 Euro. Je länger man mit der Sanierung warte, desto tiefere Asphaltschichten müsse man erneuern, sagte von Rechenberg. Heißt: Je später saniert wird, desto teurer wird es.

Busse sollen in Zukunft auf der Straße halten

Ab August werden die Bauarbeiten voraussichtlich beginnen, sie sollen Ende September enden. Wenn alles nach Plan geht, sollen in der Ludwig-Hermann-Straße bis dahin schon die Haltestellen Gerfriedswelle, Bekenntniskirche und Friedrich-Ebert-Straße neu gestaltet sein. Bislang sind sie Haltebuchten – die Busse stehen nicht auf der Straße, sondern auf einem Seitenraum daneben. Die Haltestellen sind nicht barrierefrei, die Busse können nicht nah genug an die Bordsteine heranfahren. Ein klarer Nachteil für Menschen mit Behinderung. Das soll sich ändern. Fortan sollen die Buchten zu Haltekaps werden – die Busse stehen dann in einem markierten Bereich auf der Straße, um Passagiere ein- und auszuladen.

Die Vorteile liegen für von Rechenberg auf der Hand: „Die Kaps grenzen direkt an den Bordstein, das ist für Menschen optimal, die nur eingeschränkt mobil sind.“ Die Wartebereiche für Fahrgäste werden damit ebenfalls vergrößert, außerdem müssen sich die Busse bei der Abfahrt nicht umständlich in den Verkehr einfädeln. „Es ist zudem 30000 Euro günstiger, aus den Buchten Kaps zu machen, anstatt die Buchten behindertengerecht auszubauen“, sagte von Rechenberg. Die Neugestaltung kostet 410000 Euro, ein Ausbau der Buchten hätte 440000 Euro verschlungen. Für ihren Vorschlag erhielt die Verwaltung allgemeine Zustimmung im Ausschuss. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Erwin Fath glaubt, dass „diese Kaps ein wesentlicher Faktor für den fließenden Verkehr sind und die Barrierefreiheit ermöglichen“. Und auch Bernhard Happacher von den Freien Wählern sprach sich klar für den Vorschlag der Verwaltung aus. „Das ist alles gut durchdacht“, sagte er.

Welche Kosten auf die Anwohner zukommen, ist noch unklar

Peter Schönfelder von der SPD bemängelte, dass ein Teil der Kosten per Umlage auf die Anwohner der Ludwig-Herrmann-Straße umgewälzt werde. „Dabei profitieren doch alle Busgäste vom Umbau.“ Dennoch stimmte er zu. Die Anwohner der Ludwig-Hermann-Straße müssen nicht nur damit rechnen, dass ein Teil der Kosten der Haltestellenerneuerung auf sie zukommt.

Während der Sanierung des Asphalts werden auch Teile ihrer Straße nicht befahrbar sein; der Verkehr wird umgeleitet werden müssen. Was das die Anwohner kostet und wie die Umleitungen verlaufen werden, steht derzeit noch nicht fest. Die Stadt hat aber angekündigt, die Anwohner rechtzeitig zu informieren.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren