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Der Hype um das Getreide

Kommentar Von Matthias Schalla
02.09.2021

Der Weizenpreis hängt ein großes Stück von den Notierungen an der Börse ab. Ausbaden muss es letztendlich der Endverbraucher.

Eine große Bank warb vor einiger Zeit mit dem Slogan "Mit Geld spielt man nicht" für ihre Produkte. Ähnliches lässt sich über Nahrungsmittel sagen. Hier müsste es allerdings heißen, "mit Nahrungsmitteln spekuliert man nicht". Denn schon längst spielt die Ernte beim Preis für die Endprodukte eine eher untergeordnete Rolle. So ist es mittlerweile gang und gäbe, dass Getreide an der Börse gehandelt wird. Und die Preise für Weizen sind seit Mitte Juli am europäischen Terminmarkt um mehr als 30 Euro je Tonne auf zuletzt 230 Euro gestiegen.

Dies hat beispielsweise zur Folge, dass die ägyptische Getreideagentur GASC erneut rumänischen Weizen gekauft hat, Algerien in Europa nach Lieferungen für den September aktiv wird und Frankreich über eine Wiederaufnahme der Gerste-Exporte nach China berichtet, während gleichzeitig türkische und jordanische Importeure nach Ware suchen. Eine verrückte Welt.

Der kleine Bäcker kann nichts dafür

Leidtragende dieses Hypes sind die Endverbraucher, denn kostenlos werden die Container mit Blick auf den maximalen Gewinn nicht um die Welt geschippert. Der kleine Bäcker im Dorf aber kann für diese Politik nichts. Ihn zu unterstützen und auch weiterhin seine hochwertigen Produkte zu kaufen, sollte daher oberstes Gebot sein.

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