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Die Telematik "light" ist eine Entschärfung auf der A8

Kommentar Von Philipp Kinne
02.07.2021

Plus Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der größten Gefahrenquellen auf der A8. Die neue Technik kann Unfälle verhindern. Ein erster Schritt.

Als ein Raser vor wenigen Monaten mit mehr als 300 Sachen in seinem Ferrari über die A8 bretterte, hatte er mehr Glück als Verstand. Zwischen Neusäß und Adelsried verlor er die Kontrolle. Der Sportwagen krachte gegen die Leitplanke, der Fahrer überlebte. Dem Ferrari-Fahrer mag das zügellose Tempo ein Gefühl von Freiheit gegeben haben. Der Vorfall zeigt aber deutlich: Wer so schnell fährt, riskiert sein Leben und das aller anderen um ihn herum. Hätte die Telematik den Unfall verhindert? Wohl kaum. Aber sie ist - nach dem Tempolimit auf dem Abschnitt bei Augsburg - ein weiterer Schritt zur Entschärfung der Lage.

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03.07.2021

Wann kommt endlich ein konsequentes Tempolimit 130km/h?? "Telematik light" ist allemal besser als Nichts, aber letztlich nichts anderes als "symbolische Handlung" und "Herumdocktern" am Symptom. Die Ursache -das unverantwortliche Rasen, v.a. jenseits der 150km/h- wird damit nicht beseitigt.

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13.07.2021

Enschuldigung, aber unverantwortlich sind nicht nur die Raser. Wer meint mit knappen 110 ein LKW-Rennen (auch bekannt als Elefantenrennen) überholen zu müssen, vor allem mit der Einstellung: "der Fahrer hinter mir auf der linken Spur soll gefälligst abbremsen" ist definitiv unverantwortlicher als der Schnellfahrer! Erlebe ich tagtäglich und wundere mich warum es eigentlich Rückspiegel und Verkehrsregeln gibt. Kurz: Nötigung! Die besten unter diesen "Oberfahrlehrern" sind dann noch diejenigen, die einem mit Handzeichen klar machen, was sie von Dir halten... Selbstreflektion Fehlanzeige! Schuldig sind immer die anderen. Das aber ihr rücksichtsloses Verhalten Menschenleben gefährdet wird ignoriert, weil der "Raser" hätte ja auch langsamer fahren können. Ich-Gesellschaft pur!

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13.07.2021

Gibt es eine Mindestgeschwindigkeit auf der linken Spur?
Wenn einer nach Gerichtsurteilen 10 kmh plus mehr drauf hat, ist es ein ganz normaler Überholvorgang. Ob es jetzt einen passt oder nicht, spielt keine Rolle. Wäre mir auf der linken Spur persönlich auch zu langsam und würde auch nicht Beifall klatschen. Aber wo gibt es ein Vorfahrtsrecht für Schnellere?
Wo steht geschrieben, dass sich jemand mit 110 kmh sich hinter einen LKW reinbremsen muss damit einer in 250 Meter Entfernung nicht vom Gas muss und weiter mit 180 kmh oder mehr dahinbrettern kann?
Nötigung! Nötigung ist jemand zu einer Gefahrenbremsung zu zwingen. Und damit meine ich nicht die Konsorten die sehen, dass 300 m vor Ihnen einer rauszieht und mit unverminderter Geschwindigkeit weiterfahren und dann im letzten Moment stark abzubremsen. Kann man immer wieder. an den Bremslichtern erkennen, dass die scharfe Bremsung künstlich herbeigeführt wird. Wie wenn das Auto aus dem nichts aufgetaucht wäre. Oder sich eine Brille kaufen, weil der Straßenverkehr mehr ist als die 15 Meter vor der Motorhaube. Mit einer guten Verkehrsbeobachtung kann man sich viele Bremsungen ersparen weil viele Spurwechsel vorhersehbar sind (auch von Blinkmuffeln) und man entsprechend sanft die Geschwindigkeit reduzieren kann.

Nötigung ist es sehr dicht aufzufahren und mehrmals die Lichthupe zu betätigen. Insbesondere wenn derjenige gar nicht nach rechts kann oder den Lkw schneiden würde oder den SIcherheitsabstand massiv unterschreiten und damit eine (Not-) Bremsung bei diesem auslössen würde.

Ihr Beitrag bestätigt nur eindrucksvoll, dass es leider Zeit wird ein Tempolimit einzuführen. Leider weil ich meistens deutlich über Richtgeschwindigkeit fahre. Aber wenn ich solche Beiträge lese und auch das Verhalten einiger auf der Autobahn sehe, dann wird es Zeit einigen einfach den "Überholdruck" zu nehmen, indem man die Geschwindigkeit generell begrenzt.
Wer sich zum Autofahren keine Zeit nimmt, sollte besser Zug fahren. Wem es darum geht möglichst hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, sollte den Nürburgring besuchen. Dafür ist dieser da. Aber nicht der öffentliche Straßenverkehr.

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14.07.2021

@ Harlad V.
Sie verstehen mich gewollt oder ungewollt falsch.
Es geht mir darum, dass man bei einem Überholvorgang niemanden gefährden darf. § 5 StVO Abs 4 sagt eindeutig: "Wer zum Überholen ausscheren will, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. ..." Dies gibt einen Punkt in Flensburg und kostet 80 EUR. Hierzu zählt auch explizit, dass der nachfolgende Verkehr auf der linken Spur ebenfalls nicht ausgebremst werden darf. Auch wenn Sie es nicht glauben wollen, nicht nur eine hierdurch verursachte "Gefahrenbremsung" des Hintermanns ist strafbar sondern auch die Nötigung desselben seine Geschwindigkeit "rasch und erheblich Herabzusetzen" (hierzu gibt es Urteile vom BGH). Wie heißt es so schön: "Der fließende Verkehr auf der jeweiligen Spur hat stets Vorrang." Sehr interessant ist auch, dass grundsätzlich derjenige für einem durch einen Spurwechsel verursachten Unfall haftet, welcher die Spur gewechselt hat. Ich hoffe Ihre Fragen sind jetzt beantwortet, denn es gibt somit wirklich ein "Vorfahrtsrecht für Schnellere", ansonsten bitte ich Sie sich im Internet zu informieren. Zu diesem Thema gibt es massig Infomaterial. Auch ein Blick in die StVO und deren Kommentare/Urteile helfen weiter.

Um es mit Ihren Worten zu sagen: Ihr Kommentar bestätigt nur eindrucksvoll wie rücksichtslos viele Autorfahrer den nachfolgenden Verkehr behindern und sich im Recht glauben. Sehr schade empfinde ich vor allem wie Sie sich hier gegenüber meiner Person verhalten und mich persönlich angreifen. Sie kennen weder mich noch meinen Fahrstil, dennoch unterstellen Sie mir unterschwellig einen üblen Fahrstil und schlechtes Verhalten im Straßenverkehr.

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14.07.2021

Na da fühlt sich jemand aber ganz schön angegriffen wenn man seinen Kommentar kommentiert.

Wenn jemand problemlos sein Geschwindigkeit verringern kann, ist es kein ausbremsen und erst recht kein nötigen. Das Problem ist eher, dass einige sich dadurch rücksichtlos verhalten indem sie weiter auf dem Gas bleiben und dann erst im letzten Moment bremsen und dann dicht dem "Ausbremser" hinterher fahren ohne auch nur ansatzweise zu versuchen einen Sicherheistabstand aufzubauen. Vom Gas gehen reicht erfahrungsgemäß sogar oft schon Geschwindigkeit anzupassen, dass sollte diese Person mal seine Fähigkeit zum Führen eines Fahrzeuges überdenken. Wer da nicht in der Lange ist bei 300 Meter - Differenz, nicht Strecke! - Geschwindigkeit sanft zu verringern, der hat definitiv ein Probelm am Straßenverkehr teilzunehmen!
Wenn Sie sich ertappt fühlen, dann kann ich auch nichts machen. Jetzt können Sie ja noch irgendwelche Urteile hier rausziehen und interprätieren. Urteile sind Einzelfallentscheidungen, die immer einen bestimmten Sachverhalt / Vorgang haben. Wenn das auf einen Spurwechsel 30 Meter oder 50 Meter bei größeren Geschwindigkeitsunterschied vor jemanden bezog, ist das nicht automatisch auf einen Spurwechsel 100 m, 150 m, 200 m oder gar 300 m ünbertragbar.
Ein Spurwechsel auch mal abgeschlossen. Und dazu gibt es auch unzählige Gerichtsurteile.

Ihr Kommentar zeigt nur, wie dringend wir leider ein Tempolimit brauchen, weil im Gegensatz zu vielen Vernünftigen einige meinen aus Gerichtsurteilen ein Vorfahrtrecht für das Ich aufgrund höherer Geschwindigkeit bzw. ein Recht höhere Geschwindigkeit nicht der Verkehrsdichte anpassen zu müssen - sondern ihnen die linke Spur frei gehalten werden muss -herauslesen. Soviel zur Ich-Gesellschaft.

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15.07.2021

Witzig, ich dachte Sie fühlen sich ertappt bei meinem ersten Kommentar! Denn wenn man so lange Texte schreibt fühlt man sich ja auf jeden Fall, laut Ihrer Interpretation, angegriffen! Betroffen bin ich aber nicht, ich war nur verwundert wie Sie hier andere angehen. Keine Angst, ich bin da recht entspannt.

Naja, am Ende lassen Sie einfach keine belegbaren Argumente zu. Sie fragen: "Aber wo gibt es ein Vorfahrtsrecht für Schnellere?" Und ich nennen Ihnen passende stellen im Gesetz und in der Rechtsprechung. Statt dies zu akzeptieren, treten Sie nach. Tja, ich sehen schon was für ein Fahrer Sie sind...
Ich wünsche Ihnen dennoch gute und sichere Fahrt!

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15.07.2021

Nachtreten wenn man dem widerspricht?
Ihre Ausführungen waren auch nicht gerade kurz.
Ich fahre meistens deutlich über Richtgeschwindigekit (140 bis 200 kmh) wenns erlaubt und frei ist. Ich bremse mich aber nicht in eine 50 m Lücke zwischen zwei Lkws rein, nur dass einer mit 250 kmh nicht langsamer werden muss.
Ich nutz auch mal eine für die Sicherheistabstände ausreichend großen Lücke zwischen Lkws um so einem Vorfahrtsberechtigten "die Vorfahrt" für die nächsten 10 km auf dem Platz hinter meinem Vorderman zu geben. Dann kann der mir wenigstens icht mehr bei einer unvorhersehabren Bremsung hinten reinknallen und spar mir dann viel Ärger.
Bei Dauerkolonnen auf der linken Spur nutze ich oft die Mittelspur oder die rechts Spur wenn sie einigermaßen frei sind und geniesse entspannt die "Freiheit" vor mir satt die Bremslichter des Vordermanns. Ich überhole aber trotzdem nicht rechts. Und die allermeisten lassen einen auch wieder nach links rüber wenn dann ein LKW oder langsamer Pkw kommt. Und wenn ich dann auf 30 km 4 Autos zurück gefallen bin .... was solls. ;-)
Ich versuch mich ans Rechtsfahrgebot zu halten. Dass übrigens auch bei 200 kmh plus noch gilt. Meine Reifen sind feuerfest und halten die Lava auf der rechten Spur aus. Und ich versuch Abstand (auch zu langsam fahrenden) zu halten auch mit der Gefahr dann von jemanden rechts überholt und geschnitten zu werden nur um ein Auto vor mir zu sein. Und ich schaue auch auf Sicherheitsabstand beim Einscheren nach rechts was manche Zeitgenossen ignorieren. Empfehle deshalb jeden eine Dashcam, weil man am Schluss ohne der Depp ist, wenn der doch mal scharf bremsen muss ...
Ich lasse auch mal einen von rechts vor mir auf der linken Spur rein in dem ich kurz vom Gas gehe und Lichthupe gehe, bevor er hinter einem LKW festsitz und mach nicht auf "Ich hab Vorfahrt!"
Eine "Vorfahrt" eines Schnelleren gibt es nur, wenn es rechts entsprechend frei ist. Ansonsten ist die Geschwindigkeit entsprechend der Verkehrsdichte anzupassen.
Bin immer wieder erstaunt, wie manchen vor mir weiter auf dem Gas bleiben, obwohl klar zu sehen ist, dass 400 m vor einem ein Elefantenrennen statt findet oder alle drei Spuren voll sind. Um dann kurz vorher stark zu bremsen.
Lösen die sich in Luft auf wenn man die bis zuletzt ignoriert? Ich habs bisher noch nicht gesehen.
Und im Endeffekt sind die keine Sekunde schneller wie ich, obwohl ich nur vom Gas gehe und maximal leicht abgebremse.
Weil das einige nicht kapieren bzw. nicht in der Lage sind, die Verkehrssituation auch auch in 200, 300, 400 Meter zu beobachten und zu beurteilen, haben wir 120 kmh auf der A8 bei Augsburg.
Auch gibt es einen Unterschied zwischen Gefährdung und Behinderung. Eine Gefährdung liegt vor wenn jemand zu viel zu dicht auffährt oder einschert, nicht wenn jemand die Spur schon längst "blockiert".
Weil einige einfach zu doof sind und mit ihrem Verhalten / Ego alle anderen gefährden, bin ich für ein Tempolimit auch wenn ich mehr durchaus (noch) ohne geniesse.
Ihnen ebenfalls eine gute und vorallem unfallfreie Fahrt.

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16.07.2021

Ich weiß jetzt schlussendlich nicht warum wir hier einen Schlagabtausch haben.Ob Sie es nun glauben oder nicht, im Großen und Ganzen fahren wir beide mit dem gleichen Fahrstil. Ich bin seit über 20 Jahren sehr viel, vorallem beruflich, mit dem Auto unterwegs und hab schon einiges erlebt. Ich habe deshalb, wie Sie selber sagen, auch eine Dashcam.
Was ich eingangs sagen wollte: Mich nervt einfach nur dieses Rücksichtslose ausbremsen. Ich dachte ich hätte das in meinem ersten Post klar gemacht, dass ich durch diesen für andere nun als Drängler und Raser gehalten werde, hätte ich vorher nicht gedacht.
Nochmals zum Thema: ich bin gegen ein generelles Tempolimit. Ich erinnere mich an zahlreiche Gefahrenmomente auf den auf 120 kmh bregrenzten Strecken der A7, nicht nur durch Raser. Rücksichtsvolles Fahren ist heutzutage leider Mangelware. Ich wäre aber für ein zeitliches oder verkehrsbedingtes Tempolimit zu haben.

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